In der vergangenen Saison zählte Hertha BSC zum Mittelmaß der Bundesliga. In dieser Runde haben sich die Berliner im oberen Tabellendrittel etabliert. bundesliga.de nennt die Gründe für den Höhenflug.

In seiner zweiten Spielzeit als verantwortlicher Trainer sieht sich Lucien Favre mit gestiegenen Erwartungen konfrontiert. Die Berliner Verantwortlichen und die Fans wollen sich mit dem 10. Platz, auf dem die Hertha die vergangenen Saison beendete hatte, nicht zufrieden geben und streben nach höheren Zielen. Die Teilnahme am UEFA-Pokal, die über die Fairplay-Wertung gelungen ist, macht Lust auf mehr.

Der Hauptstadtclub hat viel Geld in die Hand genommen und das Team kräftig umgekrempelt, weswegen die Latte höher gelegt wird. "Mein Hauptziel ist, eine Mannschaft aufzubauen, die um den Titel mitspielen kann", sagte Favre im Frühjahr.

Sechs Siege in zwölf Spielen

Und seine Arbeit trägt Früchte. Die Mannen um Kapitän Arne Friedrich spielen eine gute Bundesliga-Saison, haben bislang quasi jedes zweite Spiel gewonnen. Nach zwölf Spieltagen stehen der 5. Platz, sechs Siege und drei Unentschieden zu Buche. Drei Partien gingen verloren, wobei nur die 0:1-Heimniederlage gegen den FC Energie Cottbus zu kritisieren ist. Bei den Bayern (1:4) und in Bremen (1:5) kann man verlieren, wenn auch nicht unbedingt so klar.

In den anderen Partien stand die Hertha hinten zumeist sicher. Besonders bemerkenswert sind ihre Leistungen gegen die beiden Torfabriken der Liga. Sowohl die torhungrigen Leverkusener (29 Tore) als auch die Überflieger von Hoffenheim (31 Treffer) bissen sich am Berliner Defensvikorsett die Zähne aus. Und mussten sich jeweils nach einem Treffer von Andrey Voronin mit 0:1 geschlagen geben.

Der Höhenflug der Hertha hat mehrere Gründe. bundesliga.de klärt auf:

  • Voronin schießt die entscheidenden Tore! Gegen die Top-Teams Leverkusen und Hoffenheim erzielte der Ukrainer das Goldene Tor, beim 3:0 gegen Hannover machte sein Tor zum 2:0 den Sack zu! An den vier vergangenen Treffern der Hertha war er maßgeblich beteiligt: Zwei Tore und zwei Assists.

  • Das Olympiastadion ist wieder eine Festung: Die Berliner gewannen ihre vergangenen drei Heimspiele in Folge.

  • Wenn es in die heiße Phase geht, ist Hertha hellwach: Anteilig schossen die Favre-Schützlinge die meisten Tore in der Schlussviertelstunde, nämlich 38 Prozent (6 von 16).

  • Pro Treffer holte der Hauptstadt-Club ligaweit die zweitmeisten Punkte (1,3).

  • Auch defensiv stehen die Berliner gut: Die Fünf-Tore-Packung in Bremen ausgenommen, senkte die "Alte Dame" die Zahl der Gegentore gegenüber der Vorsaison von 1,3 auf 0,9 pro Partie!

  • Schon jetzt gelangen Hertha BSC so viele Auswärtssiege wie während der gesamten Vorsaison (drei).

Thorsten Schaff