Schalker Jubel in Maribor: Durch den eigenen 1:0-Sieg und den Erfolg von Chelsea ziehen die Knappen ins Achtelfinale der Champions League ein
Schalker Jubel in Maribor: Durch den eigenen 1:0-Sieg und den Erfolg von Chelsea ziehen die Knappen ins Achtelfinale der Champions League ein

Höwedes: "Dürfen uns nicht zufrieden geben"

Maribor - Nach dem Schlusspfiff nahm Trainer Roberto Di Matteo Benedikt Höwedes besonders lange in den Arm. Er schien sich dafür zu bedanken, dass sein Kapitän in so schwierigen Spielen, mit dieser hohen Drucksituation, wie immer auf und abseits des Platzes als Führungsspieler vorangegangen ist. Mit dem knappen 1:0 sicherte sich Schalke 04 in Maribor doch noch das Ticket fürs Achtelfinale der Champions League.

Im bundesliga.de-Interview sprach Weltmeister Höwedes über den Einzug in die K.o.-Runde, den Schlüssel zum Erfolg bei den Königsblauen und die restlichen Bundesliga-Spieltage bis zur Winterpause.

bundesliga.de: Herr Höwedes, mit dem Abpfiff war der Jubel noch eher verhalten. Das änderte sich dann schnell, als Sie das Ergebnis aus London erfahren haben. Wussten Sie vorher nicht, wie es dort steht?

Benedikt Höwedes: Zu früh zu jubeln ging für Schalke ja bekanntlich schon einmal in die Hose und deshalb mussten wir ein bisschen vorsichtig damit umgehen. Das Ergebnis habe ich während der 90 Minuten nicht wirklich mitbekommen. Wir haben uns auch nur darauf konzentriert, dass wir gewinnen, um zumindest in der Europa League zu überwintern. Chelsea hat zum Glück auch den Job erledigt und damit sind wir eine Runde weiter.

bundesliga.de: Warum hat sich Schalke in Maribor so schwer getan?

Höwedes: Erst einmal war es wichtig, dass wir nicht ins offene Messer laufen. Wir wollten in der Defensive sicher stehen, wenig Chancen zulassen und gefährlich Konter setzen. In der einen oder anderen Situation hätten wir vielleicht schon früher das Tor machen müssen. Aber wir haben absolut verdient gewonnen.

bundesliga.de: Und welches Los darf es nun im Achtelfinale sein?

Höwedes: Real Madrid hatten wir letztes Jahr. Monaco wäre mal ganz schön. Da war ich persönlich auch noch nicht. Aber es ist wie jedes Jahr: Wir können uns die Gegner leider nicht aussuchen und deswegen nehmen wir den Verein, der kommt (Mögliche Gegner des deutsche Quartetts).

bundesliga.de: Ist die Leistung der Mannschaft aufgrund der vielen Verletzungssorgen umso höher einzuschätzen?

Höwedes: Das hat uns in der vergangenen Saison in der Rückrunde ja auch schon stark gemacht, als wir mit vielen Ausfällen als Mannschaft noch enger zusammengerückt sind. Ich habe dieses Gefühl jetzt wieder. Ich sehe, wie jeder für den anderen mitläuft. Und das ist wichtig für das Gesamtgefüge und unser Spiel.