An jedem Spieltag liefert die Bundesliga beste Unterhaltung. Nicht nur für die Millionen TV-Zuschauer weltweit, sondern auch für die vielen Fans in den vollbesetzten Stadien. Als erfolgreiches Entertainment-Produkt setzt sich der deutsche Profifußball sogar gegen die internationalen Stars aus der Musik- und Filmbranche durch.

Schon Adolph Freiherr Knigge wusste im 18. Jahrhundert um die Bedeutung der Unterhaltung, als er den Satz prägte: "Man sollte nie vergessen, dass die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will." Aus Unterhaltung im herkömmlichen Sinne ist längst Entertainment geworden und damit ein Faktor, der den Stellenwert für die Menschen in ihrer Freizeit aufzeigt.

Bundesliga setzt Meilensteine

Die freie Zeit mit der Familie oder Freunden wird dazu genutzt, um unbeschwert spannende Momente und große Emotionen zu erleben, die Freude bereiten, eben unterhaltend sind. Für viele Millionen Menschen in Deutschland ist das aus guter Tradition die Bundesliga. Sie verstehen den Fußball und die Clubs, die um die begehrte Meisterschale spielen, als bestes Entertainment.

Und deswegen hält die Bundesliga dem Vergleich mit der Musikbranche, dem Kino oder dem Fernsehen als weiteren wesentlichen Freizeitbeschäftigungen nicht nur Stand - die Bundesliga dominiert sogar. Hinsichtlich ihrer Zuschauer, ihrer weltweiten Verbreitung sowie des Gesamterlöses beziehungsweise der Fernseheinnahmen und der Erlöse aus dem Ticketing und aus dem Merchandising setzt die Bundesliga Meilensteine.

Beeindruckende Zalen

Der ' target='new' class='normalred'>Bundesliga Report 2009 attestiert dem deutschen Profifußball für die Saison 2007/08 imponierende Daten und Zahlen: Rund 17,4 Millionen Zuschauer besuchten die insgesamt 612 Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga. 172 Länder haben in der Spitze die Bundesliga weltweit übertragen. Und die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften erwirtschafteten einen Rekorderlös von rund 1,9 Milliarden Euro - der Anteil der TV-Erlöse betrug dabei 412 Millionen Euro aus der nationalen Vermarktung sowie 35 Millionen Euro aus der internationalen Vermarktung.

Weitere 305 Millionen Euro resultieren aus dem Ticketverkauf der Clubs sowie 82 Millionen Euro aus dem Sektor Merchandising. Das Live-Programm des Profifußballs betrug fast eintausend Stunden. Dies sind die Eckdaten eines erfolgreichen Entertainment- Produktes, das in dieser Form einmalig ist.

Umso interessanter ist es aber, die Bundesliga als Konkurrenz zum Beispiel für internationale Musikgrößen zu betrachten, etwa gegenüber der Kultband The Rolling Stones. Im Rahmen ihrer "A Bigger Bang Tour" spielten die Stones seit August 2005 insgesamt 144 Konzerte in dreißig Ländern, zu denen 4,68 Millionen Zuschauer kamen. Diese Auftritte bescherten Erlöse von rund 394 Millionen Euro. Madonna mit ihrer Tournee "Sticky & Sweet" sowie Michael Jackson mit seiner "HIStory World Tour" erreichten als Superstars der Musikindustrie nicht ganz dieses Niveau.

Erfolgreicher als Kino und TV

Die Bundesliga ist aber auch deutlich erfolgreicher als die Deutschland- Ergebnisse der weltweit erfolgreichsten Kinofilme: "Titanic" spielte mit den Hauptdarstellern Leonardo DiCaprio und Kate Winslet rund 117 Millionen Euro ein (18 Millionen Besucher). "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" erzielte bei etwas über zehn Millionen Zuschauern ca. 69 Millionen Euro. Mit 7,2 Millionen Besuchern und einem Einspielergebnis von 51 Millionen Euro liegt "Fluch der Karibik 2" mit Johnny Depp knapp dahinter.

Die Bundesliga besticht aber auch als Topinhalt für das Fernsehen und ist damit das wahrscheinlich begehrteste TV-Recht auf dem deutschen Markt. Die Einschaltquoten bei den Übertragungen im Free-TV machen jeweils deutlich, dass die Fernsehzuschauer das Produkt höchst attraktiv finden und sehr gerne einschalten, wenn die Bundesliga spielt. Neben dem Auftaktspiel der Rückrunde ist traditionell auch das erste Spiel der neuen Saison live in der ARD zu verfolgen. Zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit 2008/09 erreichte das Aufeinandertreffen des Deutschen Meisters FC Bayern mit dem Hamburger SV am 15. August 2008 einen fantastischen Marktanteil von 23,7 Prozent und insgesamt 6,27 Millionen Zuschauern.

Außergewöhnliche Stahlkraft der Marke Bundesliga

Dabei ist der Sendetermin genauer zu betrachten: ein Freitagabend im Hochsommer, an dem viele das Spiel gar nicht sehen konnten, weil sie selbst im Urlaub oder wegen anderer Freizeitaktivitäten nicht zu Hause waren. Die TV-Anstalten setzen deshalb ihre Programm-Highlights im Spielfilmbereich gerne an kalten Winterabenden an, bevorzugt am Samstag- oder Sonntagabend, wenn die Freizeit-Alternativen deutlich knapper sind und sich auf das Fernsehen daheim beschränken.

"Die Gustloff", der erfolgreichste TV-Spielfilm 2008, war zum Beispiel Anfang März als Zweiteiler im ZDF zu sehen. Das Kriegsdrama um die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten (Regie: Joseph Vilsmaier) erreichte einen Marktanteil von 23,5 Prozent und 8,45 Millionen Zuschauern. Auf den weiteren Plätzen folgten im vergangenen Jahr die Spielfilme "Das Wunder von Berlin" (ZDF) und "Das Vermächtnis der Tempelritter" (ProSieben).

Die genannten Vergleiche machen deutlich, welche Attraktivität die Bundesliga besitzt. Fußball, mit allen Stars der Clubs, ist hervorragende Unterhaltung und besticht durch Spannung, Emotionen und faszinierenden Sport. Die Marke Bundesliga besitzt eine außergewöhnliche Strahlkraft und versteht es, Menschen zu begeistern. Sie bietet Gesprächsstoff für Millionen von Fans und bestimmt die großen Schlagzeilen in den Zeitungen - Entertainment eben im besten Sinne.