Er ist der Top-Transfer der Gelsenkirchener. Vom niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven wechselte Jefferson Farfan zu Schalke 04.

Im zweiten Teil des Interviews spricht der peruanische Nationalstürmer über Druck, die Deutsche Meisterschaft und soziale Projekte:

Frage: Als peruanischer Nationalspieler und Serienmeister mit dem PSV Eindhoven wird man besonders auf Sie schauen. Wie gehen Sie mit dem Druck um?

Jefferson Farfan: Es ist vollkommen normal, dass man im ersten Jahr besonders beobachtet wird. Natürlich wird der Druck entsprechend hoch sein, aber in Europa und der ganzen Welt ist das völlig normal. Als Profi muss man dem standhalten. Ich will einfach mein Bestes geben und zeigen, was ich draufhabe.

Frage: Kann Schalke in dieser Saison um die Meisterschaft mitspielen?

Farfan: Schalke 04 gehört zu den besten Vereinen im deutschen Fußball. Bei so einem Club mit dem Umfeld muss man automatisch an Titel denken und darum kämpfen.

Frage: Sie haben im Herbst 2005 mit dem PSV Eindhoven 0:3 auf Schalke verloren. Welche Erinnerungen haben Sie an die Partie?

Farfan: Ich erinnere mich leider noch sehr gut daran. Mal abgesehen von der Niederlage war das ein tolles Erlebnis. Die Schalker Fans haben unheimlich leidenschaftlich hinter ihrer Mannschaft gestanden. In einer schwierigen Liga, wie der deutschen, ist dieser Rückhalt eine sehr wichtige Voraussetzung, um erfolgreich zu sein.

Frage: Könnte die Bundesliga mit Ihnen einen neuen Star erhalten?

Farfan: Ich sehe mich nicht als Star, sondern als Teil einer Mannschaft. Gemeinsam mit dieser möchte ich hohe Ziele erreichen. Diese Ambition trifft jedoch nicht nur auf mich zu, denn wir alle ziehen an einem Strang.

Frage: Viele Spieler des S04 unterstützen soziale Projekte in ihren Heimatländern. Ist das bei Ihnen auch der Fall?

Farfan: In der Tat. Zusammen mit meinem Berater unterstützen wir ein Waisenhaus und ein Kinderkrankenhaus in Peru. Dort kümmert man sich vor allem um Kinder mit Brandverletzungen.

Frage: Glauben Sie, dass Sie Peru in der WM-Qualifikation noch helfen können?

Farfan: Daran denke ich noch gar nicht. Vielmehr ist es eine Ehre für mich, für Peru aufzulaufen. Die Strafe hat mir damals sehr weh getan und so eine lange Sperre muss man erst einmal schlucken. Für das Vertrauen, welches mir nun entgegengebracht wird, möchte ich mich bedanken. Durch Leistung werde ich dieses zurückzahlen.