München - Sechs Abwehrspieler haben zur Wahl gestanden und die bundesliga.de-User haben entschieden: der beste Abwehrspieler der ersten acht Spieltage ist Mats Hummels von Borussia Dortmund.

Hummels bildete in der letzten Saison zusammen mit Neven Subotic das jüngste Innenverteidigerduo der Bundesliga. Sie waren durch ihre überragenden Leistungen für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft mitverantwortlich. Und auch wenn die "Mission Titelverteidigung" noch nicht nach Plan läuft, die Gunst der Fans ist dem deutschen Nationalspieler gewiss. Von den bundesliga.de-Usern bekam er bei der Wahl zum besten Abwehrspieler der aktuellen Saison mit 28 Prozent die meisten Stimmen.

Van Buytens erneute Renaissance

Auf dem 2. Platz landete mit 22 Prozent Daniel van Buyten vom FC Bayern München. Während Louis van Gaal vorwiegend auf ihn verzichtete, lief er unter Jupp Heynckes bereits vier Mal in der Startelf auf. Der Belgier weist nicht nur von allen FCB-Verteidigern die besten Zweikampfwerte (75,3 Prozent gewonnen) auf, sondern steht bei den Bayern durch zwei Treffer in der Torschützenliste auf einer Stufe mit Spielern wie Arjen Robben, Thomas Müller und Nils Petersen.

Mit nunmehr 186 Bundesligaeinsätzen zählt der Innenverteidiger zu den erfahrenen Spielern im Kader und ist eine der Säulen, die dafür verantwortlich sind, dass der FCB bisweilen in acht Partien nur ein Gegentor kassierte. Außerdem ist er für seine Position außerordentlich offensivstark, was seine insgesamt 24 geschossenen Tore belegen.

"Nicht mit dem Erreichten zufriedengeben"

Den 3. Platz belegte der Nürnberger Philipp Wollscheid mit 17 Prozent. Der Newcomer zeigte bereits in der gesamten Rückrunde der Saison 2010/11 ansprechende Leistungen und spielte sich in die Stammelf. FCN-Trainer Dieter Hecking erkannte schnell das Talent des 22-Jährigen und schenkte ihm das Vertrauen. Wollscheid absolvierte in dieser Saison alle acht Spiele komplett und erzielte einen Treffer.

"Es ist meine Grundeinstellung, sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben. Man sollte es nicht übertreiben, aber es bringt mir auch nichts, wenn ich zurückblicke und mich feiern lasse", sagt der ehrgeizige Wollscheid zu seinem Erfolgsgeheimnis.

Blau-weißes Comeback

Mit etwas Abstand (14 Prozent) auf dem 4. Platz wurde für den Schalker Benedikt Höwedes gevotet. Nach dem Abgang Manuel Neuers bekam er das Kapitänsamt und übernahm mehr Verantwortung. Am 3. Spieltag erzielte er in Mainz per Kopfball das 2:2 und sorgte somit dafür, dass die Partie noch 4:2 von den Schalkern gewonnen werden konnte. Höwedes befindet sich mit den "Knappen" wieder im Aufwind und steht mit den "Blau-Weißen" ebenso wie hier im Voting auf Platz 4.

Auf den Plätzen fünf und sechs landeten mit 12 Prozent Karim Haggui von Hannover 96 und mit 7 Prozent Serdar Tasci vom VfB Stuttgart. Haggui entwickelte sich unter 96-Trainer Mirko Slomka zu einer Stütze in der Verteiding Hannovers. Der tunesische Nationalspieler bestätigt seine ansteigende Form und spielt auch diese Saison mit 96 wieder in der oberen Tabellenregion. Am 6.Spieltag drehte er das Spiel gegen Dortmund, indem er das 1:1 erzielte und somit die Grundlage für den 2:1 Sieg legte. Haggui erklärt, warum das System Hannover so gut funktioniert: "Auf dem Papier scheinen wir vielleicht nicht gefährlich. Aber aufgrund unserer Charakterstärke, unserer Mentalität und der Leistung des gesamten technischen Stabs, können wir es mit jeder Formation aufnehmen. Wir beweisen damit einmal mehr, dass nicht nur technische und individuelle Qualität eine Mannschaft ausmacht - sondern auch und vor allem ihre mentale Stärke."

Serdar Tasci erlebt in dieser Saison genau das Gegenteil von der vorherigen Spielzeit. Während Stuttgart zuletzt noch bangen musste abzusteigen, steht der VfB dieses Mal mit nur sechs Gegentoren und der drittbesten Abwehr der Liga auf dem 7. Platz, was auch ein Verdienst von Tasci ist. Der 24-Jährige besticht besonders durch seine technischen Fähigkeiten und durch seinen guten Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Dafür spricht zum Beispiel, dass 90,2 Prozent seiner Pässe den richtigen Adressaten fanden.

Thomas Hübert