Der 26. Spieltag der Bundesliga hatte es in sich! In den Sonntagsspielen gab es klare Siege für Bremen gegen Hannover und Leverkusen im Derby beim 1. FC Köln. Karlsruhes Torflaute dauert auch gegen Mönchengladbach an. Das sagen die Trainer.

Karlsruher SC - Borussia Mönchengladbach 0:0

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): Dieser eine Punkt ist für uns natürlich zu wenig. Wir haben wieder eine Möglichkeit verstreichen lassen. Das ist sehr schmerzlich. Wir haben engagiert begonnen ohne uns große Chancen herauszuspielen, aber diese Verkrampfung ist nachvollziehbar. Dann kommt auch noch Pech hinzu, als Sebastian Freis nur die Latte getroffen hat.

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Ganz ehrlich: Ich hatte vor diesem Spiel richtig Bammel. Ich bin mit dem 0:0 zufrieden. Mit diesem einen Punkt haben wir den KSC auf Distanz gehalten. Das ist ein kleiner Schritt zum Klassenerhalt.


1. FC Köln - Bayer Leverkusen 0:2 (0:0)

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Wir haben zwar über weite Strecken gut gestanden, aber in den entscheidenden Situationen waren wir in der Organisation zu nachlässig. Nach dem Rückstand konnten wir das Blatt nicht mehr wenden.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Ich verspüre große Zufriedenheit. Wir haben hier keinen Hurra-Stil gezeigt, sondern große taktische Disziplin. Der Gegner war sehr gut organisiert und wir wollten nicht in Konter laufen. Wir haben unter der Woche sehr viel gearbeitet, vor allem für den Kopf. Es war ein wichtiges Ergebnis für uns.


Werder Bremen - Hannover 96 4:1 (1:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Das war ein schweres Stück Arbeit, aber man hat gesehen, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. Wir haben uns schwer getan und hätten uns nach dem 1:0 souveräner präsentieren sollen. Nach dem Ausgleich war es dann noch einmal eng.

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Wenn man 1:4 verliert, hat man am Ende wenig Argumente. In der ersten Halbzeit war ich mit unserem Defensivverhalten absolut einverstanden. Dann sind wir nach der Pause gut rausgekommen und haben den Ausgleich erzielt. Dass man dann noch mit so einer Packung nach Hause fährt, ist natürlich nicht glücklich.


VfL Wolfsburg - FC Bayern München 5:1 (1:1)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Das war ein ungewöhnliches Spiel für uns, denn ein solches Ergebnis erzielt man gegen den FC Bayern nicht alle Tage. In der ersten Halbzeit waren die Bayern noch besser. Aber es war unheimlich stark von uns, wie wir das 1:1 kurz vor der Pause weggesteckt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns in einen Rausch gespielt und verdient gewonnen. Dennoch bleibt unser Ziel weiterhin, den 5. Tabellenplatz zu sichern.

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Mein Resümee fällt alles andere als erfreulich aus. Mit einem solchen Ergebnis nach München zurückzufliegen, ist nicht angenehm. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, aber was sich in der zweiten Halbzeit abgespielt hat, rechtfertigt viel Kritik. Diese Niederlage schmerzt - auch mit Blick auf das Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch gegen Barcelona. Der VfL steht jetzt dort, wo wir eigentlich hin wollten.


Hertha BSC - Borussia Dortmund 1:3 (0:1)

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC): Dortmund war in den ersten 20. Minuten besser, doch danach wurden wir stärker und hatten drei klare Torchancen. Das 1:2 in der zweiten Halbzeit darf einfach nicht fallen. Wir haben vergessen, mit hundertprozentiger Konzentration zu verteidigen.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Ich bin überglücklich über den verdienten Sieg. Wir hatten personelle Probleme, doch wir haben gut darauf reagiert. Es war klar, dass das hier eine superschwere Aufgabe werden würde. Nach dem 1:1-Ausgleich sind wir gut ins Spiel zurückgekehrt.


Hamburger SV - 1899 Hoffenheim 1:0 (1:0)

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Wir wussten, dass Hoffenheim eine taktisch sehr gute Mannschaft ist und haben in der ersten Halbzeit sehr gut dagegen gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir allein mit Olic vorne nach der Verletzung von Paolo Guerrero leider zu wenig Anspielstationen. Trotzdem wird es viel einfacher, wenn wir das zweite Tor machen. In den letzten zehn Minuten haben meine Spieler gekämpft wie die Löwen und ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte haben.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Wir haben leider erst in der zweiten Halbzeit so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Ich hatte in der ersten Hälfte das Gefühl, die Mannschaft war von der Kulisse beeindruckt und wir haben mit angezogener Handbremse gespielt. Die haben wir erst ab der 60. Minute gelöst und hätten eigentlich ein Unentschieden erzielen müssen. Aber wir haben auch nicht das nötige Glück.


Eintracht Frankfurt - FC Energie Cottbus 2:1 (1:1)

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen. Nach dem frühen Rückstand haben wir Moral gezeigt. Wir haben aber einige Zeit gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Wir hätten mehr Tore machen müssen. Aber ich bin mit der Leistung in diesem wichtigen Spiel zufrieden. Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Mannschaft personelle Ausfälle wegsteckt.

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Die erste Halbzeit war sehr gut. Wir haben sehr viel invenstiert. Wir hätten aber noch mehr Situationen nach vorne nutzen müssen. Nach dem zweiten Gegentor sind wir von unserem Weg abgekommen, die Stabilität ging verloren. Am Ende war das einfach zu wenig. Wir sind aber weiterhin in einer Situation, in der wir alle Chancen auf den Klassenerhalt haben.


VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Es ist bitter, dass wir in der 90. Minute den Treffer zum 1:2 bekommen. Ich dachte eigentlich, dass wir solche Situationen hinter uns haben. Da habe ich mich leider geirrt. Uns haben am Ende die Kräfte gefehlt. Das ist allerdings wohl normal, wenn von vier Verteidigern drei erst seit kurzem wieder spielen.

Teamchef Markus Babbel (VfB Stuttgart): Es war ein gutes Bundesliga-Spiel mit vielen Chancen. Ich bin hochzufrieden, weil meine Mannschaft bis auf die ersten 15 Minuten nach der Pause ein gutes Spiel gemacht hat. Es freut mich sehr, dass die Mannschaft den Schock des Gegentores verdaut hat und zurückgekommen ist, und dass die Truppe für ihre harte Arbeit am Ende noch belohnt worden ist.


Arminia Bielefeld - FC Schalke 04 0:2 (0:1)

Michael Frontzeck (Trainer Arminia Bielefeld): Viel besser als wir kann man es gegen eine Spitzenmannschaft wie Schalke nicht machen. Leider sind wir mal wieder nicht belohnt worden. In der zweiten Hälfte war Schalke dann aber überlegen.

Mike Büskens (Trainer FC Schalke 04): Es war eminent wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Damit wir endlich mal wieder vier bis fünf Tage Ruhe haben. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir Bielefeld zunächst viel zugestanden haben und die Defensive etwas vernachlässigt haben.