München - FC Barcelona - noch immer umgibt eine gewisse Aura diesen Club, der laut eigenem Motto mehr ist als nur das: ein Club. Doch das Image des erfolgreichsten Vereins der vergangenen Jahre hat Kratzer erlitten. Spätestens seit der FC Bayern München die Katalanen auf seinem Weg zum Champions-League-Sieg im Halbfinale mit 7:0 gedemütigt hat, wirkt Barca nicht mehr ganz so groß.

Und dennoch ist die Vorfreude auf das Freundschaftsspiel des Triple-Siegers gegen den spanischen FCB ungetrübt. Einerseits, weil trotz des Erfolgs der Münchner in der vergangenen Saison noch immer Barcelona als Nummer eins in Europa gilt, wie selbst ein gewisser Bastian Schweinsteiger zugibt. Andererseits, weil mit Trainer Pep Guardiola und Mittelfeldspieler Thiago zwei Neu-Bayern auf ihren Ex-Club treffen.

Besonderes Spiel für Pep und Thiago



"Morgen wird es für mich etwas ganz Besonderes", sagte der 22-Jährige während der Team Präsentation am Tag vor dem Test. Guardiola indes äußerte sich nicht zum Aufeinandertreffen mit seiner großen Liebe, hielt sich bedeckt. Auch der Mannschaft gegenüber.

"Nein, wir haben bis jetzt noch nicht darüber gesprochen", sagte Toni Kroos am Dienstag, angesprochen auf den Test einen Tag später. "Im Endeffekt ist es ein Testspiel, aber ein schweres."

Barca mit Messi, ohne Neymar



Wie schwer die Partie gegen Barcelona wird, bleibt abzuwarten. Die Katalanen reisen zwar mit dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi an, aber ohne Neuzugang Neymar. Auch der neue Cheftrainer Gerardo "Tata" Martino reist nicht mit zum Uli-Hoeneß-Cup.

Die Bayern-Profis kümmert dieser Umstand nicht. "Es ist nur ein Freundschaftsspiel", sagte Dante gegenüber bundesliga.de. "Wir müssen unsere Fehler korrigieren, und zwar vor Beginn der Meisterschaft."

Der Perfektion auf der Spur



Der Trainer wolle "alles perfekt haben", erklärte Flügelflitzer Xherdan Shaqiri. "Ganz perfekt" sei die Mannschaft sicherlich noch nicht, antwortete der Schweizer auf Nachfrage von bundesliga.de. "Aktuell sind wir aber auf einem guten Weg."

Eine Einschätzung, die der FC Barcelona vor dem Wiedersehen mit dem FC Bayern nur sehr ungerne hören wird. Auf einen weiteren Image-Kratzer können die Katalanen nämlich verzichten.

Aus München berichtet Gregor Nentwig