Köln - Am Sonntag empfängt der FC Bayern München Borussia Dortmund zum deutschen Klassiker. Doch nicht nur die Historie macht den Vergleich der beiden Teams zum absoluten Topspiel. Selbst wenn man die Clubnamen der Statistiken der laufenden Saison schwärzen und durch anonyme Codes ersetzen würde, wäre klar, dass in München die beiden besten Mannschaften dieser Spielzeit aufeinander treffen. Praktisch alle Rubriken werden von Bayern und dem BVB angeführt. Die Daten belegen: Mehr Topspiel geht nicht!

Klar, ein Blick auf die Tabelle verrät bereits, dass Bayern und Dortmund den erfolgreichsten Fußball gespielt haben. Die Statistik der bislang gespielten 630 Minuten untermauern darüber hinaus, dass München und der BVB nicht nur die erfolgreichsten, sondern auch die besten Leistungen gezeigt haben. Kaum eine Offensiv- oder Defensivkategorie, die nicht vom Rekordmeister oder dem BVB angeführt wird, wie die folgende Tabelle verdeutlicht.

Spielerische Dominanz in Zahlen:

 Bayern München Borussia Dortmund
Tore23 (1.)21 (2.)
Torschüsse137 (1.)120 (3.)
Torschüsse/Tor6 (1.)6 (1.)
Großchancen19 (1.)19 (1.)
Unterschiedliche Torschützen8 (1.)8 (1.)
Passquote89 Prozent (1.)84 Prozent (2.)
Passquote gegnerische Hälfte84 Prozent (1.)80 Prozent (2.)
Spielanteile68 Prozent (1.)62 Prozent (2.)
Gewonnene Zweikämpfe56 Prozent (1.)55 Prozent (2.)
Gegentore3 (1.)6 (3.)
Torschüsse zugelassen45 (2.)39 (1.)

Flügelzange oder kreativ durchs Zentrum?

Eine der spannendsten Fragen wird sein, wer sein Spiel am Sonntag durchdrücken kann. Während die Bayern die Mehrzahl ihrer Tore über die Flügel eingeleitet haben (13), ist die Borussia das gefährlichste Team durch die Mitte (14 Tore). Und hinten macht die Truppe von Thomas Tuchel die Außenpositionen konsequent dicht. Erst zwei Gegentore fielen über den Flügel – nach den Bayern der beste Wert der Bundesliga. Über die linke Abwehrseite musste der BVB sogar noch gar keinen Treffer hinnehmen.

Wer am Sonntag – aus welchem Grund auch immer – nur 45 Minuten der Partie verfolgen kann, sollte sich für die zweite Hälfte entscheiden. 79 Prozent seiner Treffer erzielte der FCB nach der Pause. Bei Dortmund liegt die Quote immerhin noch bei 67 Prozent. Der BVB erzielte bereits sieben Treffer vor der Pause. Also besser keine Sekunde des Klassikers verpassen.

Florian Reinecke