Drei der besten fünf Mittelfeldspieler der Saison spielen beim FC Bayern. Von den beiden übrigen hat einer eine Vergangenheit und der andere eine Zukunft bei den Süddeutschen.

bundesliga.de hat anhand der Saisondaten die Rangliste der besten Mittelfeldspieler der Liga erstellt. Bis auf den Wolfsburger Zvjezdan Misimovic, der mit Bosnien die Qualifikation für die WM verpasst hat, werden alle in Südafrika dabei sein.

Arjen Robben (FC Bayern)

In nur einem Jahr spielte sich der Niederländer in die Herzen der deutschen Fußballfans. Mit 16 Treffern landete der Flügelflitzer auf dem geteilten 5. Platz der Torschützenliste und war der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga. In allen Wettbewerben traf der Neu-Bayer insgesamt sogar 22 Mal (gegen Bremen und Inter könnte er noch nachlegen) und knackte damit seine persönliche Bestmarke, die bei 13 Saisontoren gelegen hatte (2002/03 für den PSV Eindhoven). Mit 97 erfolgreichen Dribblings lag Robben ligaweit an der Spitze.

Toni Kroos (Bayer 04 Leverkusen)

Vor anderthalb Jahren wechselte Kroos als eines der hoffnungsvollsten Talente Deutschlands vom FC Bayern auf Leihbasis zu Bayer 04 Leverkusen. Dort reifte der 20-Jährige zu einem der besten Mittelfeldspielder der Liga. In der nächsten Saison soll er nun wieder nach München zurückkehren. "Ich plane mit ihm", erklärte FCB-Trainer Louis van Gaal. Mit Kroos bekommen die Bayern einen äußerst gefährlichen Mittelfeldmann zurück: Er war mit sechs Toren von außerhalb des Strafraums der Top-Fernschütze der Liga. Kroos gab 2009/10 insgesamt 79 Torschussvorlagen - ligaweit Platz 4.

Bastian Schweinsteiger (FC Bayern)

Auf seiner neuen Position im defensiven Mittelfeld blühte Schweinsteiger auf und entwickelte sich vom Talent zum absoluten Führungsspieler beim FC Bayern. "Wir haben vorne Spieler, die immer für ein Tor gut sind. Da ist es die halbe Miete, wenn wir hinten gut stehen", sagte der 25-Jährige im bundesliga.de-Interview über seine neue Rolle. Schweinsteiger hatte 3.215 Ballkontakte, das waren ligaweit mit Abstand die meisten. Der Nationalspieler erzielte zwei Saisontore, es hätten aber mit etwas Glück deutlich mehr sein können: Schweinsteiger scheiterte sieben Mal am Aluminium (Ligahöchstwert!).

Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg)

Misimovic, der vier Spielzeiten für die Amateure des FC Bayern spielte, war auch in dieser Saison einer der Leistungsträger beim VfL Wolfsburg. Zwar lief es bei den Niedersachen in diesem Jahr nicht wunschgemäß, der "Wölfe"-Antreiber kam trotzdem auf eine ordentlich Quote: Der 27-Jährige gab 13 Assists (Topwert zusammen mit Özil) und bereitete 102 Torschüsse vor, ligaweit die meisten. Zudem netzte der Bosnier zehn Mal selbst ein und stellte damit seinen persönlichen Bundesliga-Torrekord aus der Saison 2007/08 (zehn Tore für den 1. FC Nürnberg) ein.

Franck Ribery (FC Bayern)

Die dritte Saison in der Bundesliga lief für den französischen "Dribbel-Filou" nicht nach Plan, etliche Verletzungen warfen den quirligen Ausnahmespieler immer wieder zurück. Für die Top-5 der Liga reichte es aber trotzdem. Ribery kam zwar nur in 19 Partien für die Münchener zum Einsatz, landete aber auf Platz 10 der Spieler mit den meisten Dribblings (108). Der Franzose verzeichnete vier Tore und fünf Assists und war somit in fast jedem zweiten Einsatz direkt an einem Tor des Rekordmeisters beteiligt.