Tayfun Korkut soll Bayer Leverkusen doch noch nach Europa führen - © © gettyimages / Maja Hitji
Tayfun Korkut soll Bayer Leverkusen doch noch nach Europa führen - © © gettyimages / Maja Hitji
Bundesliga

Bayer will mit Korkut zum "Minimalziel" Europa League

Leverkusen - An diesem Freitag soll für Bayer 04 Leverkusen nach dem Trainerwechsel von Roger Schmidt zu Tayfun Korkut mit einem Heimsieg gegen den SV Werder Bremen die Aufholjagd Richtung Europapokalplätze beginnen. Korkut verspricht vor seinem Debüt für Bayer mit Elan: "Wir werden alles ran setzen, das Ziel, international dabei zu sein, in Angriff zu nehmen."

Video: Korkut - volle Konzentration

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Der Trainerwechsel soll laut Sportdirektor Rudi Völler noch einmal Energien freisetzen, um das "Minimalziel Europa League" zu erreichen. Derzeit hat Bayer als Tabellenachter mit 30 Punkten fünf Zähler Rückstand auf Eintracht Frankfurt auf Tabellenrang 6, die TSG 1899 Hoffenheim auf Champions-League-Rang 4 scheint mit 41 Punkten hoffnungslos enteilt.

Vier Trainingseinheiten nur wird der 42 Jahre alte ehemalige türkische Nationalspieler und EM-Teilnehmer 1996 und 2000 bis zum Anpfiff mit seiner neuen Elf absolviert haben. Viel Zeit ist das nicht, weswegen der gebürtige Stuttgarter "nicht alles umkrempeln will", er sagt: "Alles über den Haufen zu werfen und nur nach den eigenen Ideen zu gehen, dafür ist die Zeit zu kurz." Seinen Vorgänger Roger Schmidt kennt er sehr gut, die beiden machten 2011 zusammen den Fußballlehrerschein, Korkut nennt Schmidt "einen Freund". Der neue Trainer wird vor allem versuchen, der hochtalentierten Bayer-Elf mehr Stabilität in der Defensive zu verleihen - ohne dass diese ihre Schlagkraft in der Offensive verliert.

Gelernt bei drei Weltmeistertrainern

Dabei vertraut Korkut seiner grundsätzlichen Herangehensweise in diesem Beruf: Ein Trainer brauche eine Idee, aber es gehe immer um drei Säulen, erklärte Korkut vergangenen August bundesliga.de im exklusiven Interview seine Herangehensweise: "Erstens: Die Eigenschaften der Spieler. Zweitens: Die Kultur des Vereins, und was für eine Art des Fußballs erwartet wird. Und Drittens: Der Trainer mit seiner Spielidee. Diese drei Säulen sollten sich respektieren und bestenfalls zusammenkommen."

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In Kaiserslautern klappte das zuletzt nicht, Korkut beendete an Weihnachten sein Engagement in der Pfalz vorzeitig. Wie schon in Hannover aber suchte der Familienvater auch beim 1. FC Kaiserslautern den engen Austausch mit den Spielern. Die Kommunikation mit den Profis ist diesem Trainer sehr wichtig. Korkut kann auf einen großen Erfahrungsschatz als Spieler und Trainer zurückgreifen und wurde von vielen verschiedenen Fußballkulturen geprägt. Drei spätere Weltmeistertrainer beeinflussten seine Sicht auf den Fußball besonders.