Leverkusen - Ob Clubs, Spieler oder Fans, die Bundesliga engagiert sich für Flüchtlinge. Auch Bayer 04 Leverkusen bringt sich mit verschieden Aktionen und Hilfsprojekten ein und bezieht damit Stellung.

Roberto Hilbert ist für Bayer 04 als “Flüchtlingspate“ unterwegs und geht mit einer klaren Meinung vorneweg. "Wir müssen unbedingt etwas tun und gegensteuern, damit Gewalt und Rassismus nicht noch stärker werden", sagt der Abwehrspieler im Interview mit SPORT1.

"Wir müssen mehr sensibilisieren"

Der 30-Jährige, der mit einer Eritreerin verheiratet ist und mit ihr drei gemeinsame Kinder hat, sieht auch seine Kollegen in der Pflicht, ein Zeichen zu setzen. "Gerade wir als populäre Personen können noch mehr in der Öffentlichkeit bewirken und müssen mehr sensibilisieren. Wir müssen den Leuten klar machen, wie es aus der Sicht der Ausländer ist."

Hilbert weiß, wovon er spricht. "Wir haben leider so einiges erlebt, auch meine Kinder. Selbst im Flugzeug sind wir schon beleidigt worden", berichtet er. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, engagiert er sich nun als “Flüchtlingspate“ von Bayer 04. “Ich versuche, ein Stück vom Kuchen abzugeben und diesen Menschen zu helfen."

Auch die weiteren Aktionen von Bayer Leverkusen leisten Hilfestellung für Flüchtlinge: Vom Aufbau eines Willkommensbündnisses mit Trainings- und Sprachangeboten für Geflüchtete in konkreter Planung und im Zusammenspiel mit der Bundesliga-Stiftung, der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung sowie der Stadt Leverkusen über Ticketspenden für Bundesliga-Heimspiele für soziale Einrichtungen und Privatinitiativen oder das Kooperationsprojekt "Bayer 04 macht Schule" mit Flüchtlingseinrichtungen – Bayer 04 ist vielfältig engagiert.

“Der Fußball hat eine Verantwortung“

Damit steht der Club auch europaweit nicht allein. Alle 80 an der Champions League und Europa League teilnehmenden Teams werden in dieser Saison einen Euro von jedem zum ersten Heimspiel verkauften Ticket für die Flüchtlingshilfe spenden. Angeregt wurde dies vom FC Porto, die Europäische Fußballclub-Vereinigung (ECA) nahm diesen Vorschlag sofort auf. “Der Fußball hat eine Verantwortung“, erklärte ECA-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Eine Verantwortung, der sich Roberto Hilbert und Bayer 04 Leverkusen bewusst sind.

So hilft die Bundesliga in der Flüchtlings-Situation