Peter Bosz freut sich auf den Rückrundenstart mit Bayer 04 Leverkusen - © imago/Horstmüller
Peter Bosz freut sich auf den Rückrundenstart mit Bayer 04 Leverkusen - © imago/Horstmüller
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Bosz bei Bayer 04 mit altem System zu neuen Ufern

Leverkusen - Peter Bosz fiebert dem Samstag entgegen. 406 Tage nach der Trennung von Borussia Dortmund feiert der Trainer am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr/Sky) auf der Bank von Bayer 04 Leverkusen sein Bundesliga-Comeback.

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"Die Zeit in Dortmund war viel zu kurz. Ich glaube, die Menschen hier haben noch nicht den richtigen Trainer Peter Bosz gesehen. Ich bin noch nicht fertig", sagte der Niederländer, der nach seinem Engagement beim BVB unbedingt wieder in der Bundesliga arbeiten wollte - wo er es auch sich selbst unbedingt beweisen möchte.

Nach neun Pflichtspielen in Folge ohne Sieg, darunter ein 4:4 im Revierderby gegen Schalke 04 nach einer 4:0-Führung, war Bosz am 10. Dezember 2017 durch Peter Stöger ersetzt worden.

Rolfes: "Peter steht für attraktiven Fußball"

In Leverkusen, das als Tabellenneunter die Aufholjagd Richtung Europacup-Plätze startet, ist der frühere Ajax-Coach mit offenen Armen empfangen worden. "Peter steht für offensiven und attraktiven Fußball. Das ist das, was wir in der Rückserie weiterentwickeln wollen", sagte Sportdirektor Simon Rolfes. Sportvorstand Rudi Völler glaubt, dass der Bosz-Stil "unseren Spielern entgegenkommt".

Bosz, der mit seiner neuen Mannschaft alle drei Vorbereitungsspiele gewonnen hat, vertraut auch bei Bayer auf ein offensives, schnelles und pressingbetontes 4-3-3-System, mit dem er Dortmund zunächst an die Tabellenspitze und dann in eine Abwärtsspirale mit dem frühen Champions-League-Aus nach der Vorrunde manövriert hatte.

Die Vergangenheit hat der 55-Jährige abgehakt, er befindet sich wieder im Angriffsmodus. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Ein Club wie Bayer hat den Anspruch, in einem europäischen Wettbewerb zu spielen", sagte er. Sein Team hat nach der Berg- und Talfahrt in der Hinrunde offenbar unter der neuen Führung frischen Mut geschöpft.

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"Das ist genau mein Spielstil. Wir adaptieren das neue System schnell, und auch, wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, sind wir auf dem richtigen Weg", sagte Leon Bailey, der unter Ex-Trainer Heiko Herrlich zu keinem Zeitpunkt an seine starke Vorsaison anknüpfen konnte. Bosz stellte den Linksfuß in den Testspielen im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf die rechte Seite, Rechtsfuß Karim Bellarabi rückte dafür auf links. Zudem agierten die beiden Nationalspieler Julian Brandt und Kai Havertz gemeinsam im offensiven Mittelfeld.

Bender erinnert Bosz an Klopp und Tuchel

Auch Sven Bender ist angetan von Bosz: "Ich kann nicht für jeden Einzelnen in der Mannschaft sprechen, dass er es sofort verinnerlicht hat. Jeder muss aber versuchen, es bestmöglich umzusetzen. Dann kann es auch schon am Samstag ganz gut ausschauen."

In einigen Dingen erinnert Bosz den Abwehrchef an Jürgen Klopp oder auch Thomas Tuchel: "Das Pressing ähnelt dem, das ich zu Dortmunder Zeiten unter Jürgen Klopp gespielt habe", so Bender. Bei Ballbesitz entspreche das Spiel dann Tuchels Vorstellungen.

SID

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