Zusammenfassung

  • Bayer 04 Leverkusen freut sich über das 6:2 in Bremen.
  • Trainer Heiko Herrlich hat mit seiner Taktik-Umstellung Erfolg.
  • Im Pokal steht das Auswärtsspiel in Mönchengladbach bevor.

Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen ist wieder da! Die Werkself hat sich beim 6:2-Sieg in Bremen den Frust von der Seele geschossen. Nun soll im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach der nächste Auswärtssieg folgen.

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Der Druck, der nach dem alles andere als optimalen Saisonstart auf Bayer 04 Leverkusen und Heiko Herrlich lastete, war groß. Der Trainer der Werkself ließ sich das nach dem eindrucksvollen 6:2-Erfolg beim SV Werder Bremen aber nicht anmerken. Herrlich blieb cool, genoss den Erfolg im Stillen. Und sagte im Interview nachher lediglich: "Ich hoffe, dass das Spiel Kräfte freisetzt und die Mannschaft den Schwung mitnehmen kann."

Herrlichs Taktik geht auf

Dass Leverkusen am Sonntag endlich wieder feiern durfte, war auch ein Verdienst des 46-Jährigen. Seine Taktik mit fünf Verteidigern und blitzschnellem Umschaltspiel war voll aufgegangen. Nach zuvor drei Bundesliga-Spielen ohne Sieg hintereinander und dem schwachen Auftritt in der Europa League in Zürich (2:3) sendeten die Profis mit der besten Offensivleistung der Saison ein klares Signal. Kevin Volland (8.), Julian Brandt (38.) und der überragende Karim Bellarabi (45.) trafen für Bayer im ersten Abschnitt, ehe der eingewechselte Claudio Pizarro (60.) und Yuya Osako (63.), dessen Treffer nach Einsatz des Video-Assistenten gegeben wurde, Werder in einem verrückten Fußballspiel noch einmal heranbrachten. Doch Kai Havertz (67., 77.) und Aleksandar Dragovic (72.) sorgten wenig später wieder für klare Verhältnisse.

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"Jetzt haben wir uns die Messlatte natürlich selbst sehr hochgelegt. Und daran werden wir uns jetzt auch bewerten lassen müssen", sagte Nationalspieler Julian Brandt und forderte, solch eine Leistung "am besten" schon am Mittwoch (20:45 Uhr) beim DFB-Pokalspiel in Mönchengladbach zu wiederholen. Dort bekommt es die Werkself mit der Borussia zu tun, an die sie nicht die besten Erinnerungen hat. In Gladbach kassierte Bayer 04 am 1. Bundesliga-Spieltag eine 0:2-Niederlage. Um diesmal - und auch in den kommenden Wochen - erfolgreich zu sein, benötigt Bayer zwingend mehr Stabilität in der Defensive. Denn Stürmer Kevin Volland erinnerte zu Recht an Phasen, "in denen wir extrem geschwommen sind und richtig Glück hatten".

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In Leverkusen können sie sich allerdings daran erinnern, dass sie auch in die vergangene Bundesliga-Saison mit großen Problemen gestartet sind, um dann nach und nach in die Spur zu finden. Am Ende stand die Qualifikation für die Europa League - die Champions League wurde nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Borussia Dortmund verpasst. Das 6:2 in Bremen hat gezeigt, dass mit Bayer 04 auch in dieser Saison noch zu rechnen sein wird.