München - Die lange Leidenszeit hat ein Ende: Bastian Schweinsteiger kehrt nach 132 Tagen Verletzungspause erstmals wieder in den Kader von Bayern München zurück. Und das früher als erwartet. Trainer Pep Guardiola berief den 30-Jährigen für die Partie gegen 1899 Hoffenheim wieder in den Kader.

"Bastian ist im Kader, er ist fit. Das ist eine gute Nachricht. Er ist dabei und zurückgekommen, ein Spieler mehr für unseren Kader. Ich weiß nicht, ob er von Beginn an spielt. Wir haben viel Verletzte, gerade im Zentrum", sagte Guardiola am Freitag.

Guardiola lässt keine Ausreden zu

Der Spanier reagierte mit der Rückkehr von Schweinsteiger auch auf die akute Personalnot, die durch den Ausfall von Kapitän Philipp Lahm noch verschärft wurde. "Das ist schwer für uns, aber wir haben einen Super-Kader. Es gibt keine Ausrede", betonte Guardiola. Zumal wenigstens die zuletzt angeschlagenen Nationalspieler Manuel Neuer, Thomas Müller und Jerome Boateng einsatzfähig sind.

Schweinsteiger hatte sein letztes Pflichtspiel am 13. Juli im WM-Finale bestritten. Seitdem war der Kapitän der DFB-Auswahl wegen hartnäckiger Probleme an der Patellasehne im Knie ausgefallen. Erst in der vergangenen Woche war Schweinsteiger wieder ins Mannschaftstraining beim FC Bayern eingestiegen.

Müller freut sich auf Schweinsteigers Comeback

Wichtigste Aufgabe sei es, betonte Guardiola, "ihn wieder zu seiner alten Form zurückzubringen. Noch ist er nicht bei 100 Prozent." Immerhin sei Schweinsteiger "in den letzten zehn Jahren einer der wichtigsten Spieler" beim FC Bayern gewesen.

Da kann Thomas Müller nur zustimmen. Man brauche Spieler wie Schweinsteiger. Man könne von seiner Erfahrung "profitieren. Seine Rückkehr wird sich positiv auswirken", hatte er unlängst erklärt.

Guardiola lobt "Super-Profi" Sebastian Rode

Trotz des Comebacks des Mittelfeldspielers werden die Münchner derzeit von akuten Personalproblemen geplagt. Neben Lahm, der am Donnerstag am Fuß operiert wurde und bis Februar ausfällt, stehen Guardiola weiterhin auch die verletzten Javi Martínez, Holger Badstuber, Thiago, David Alaba und Claudio Pizarro sowie die Torhüter Tom Starke und Pepe Reina nicht zur Verfügung.

Guardiola will sich damit aber gar nicht lange aufhalten, sondern "Lösungen finden". Eine davon könnte Sebastian Rode im defensiven Mittelfeld sein, den der Bayern-Coach einmal mehr als "Super-Profi" lobte.

Lob äußerte er aber auch für Hoffenheims Offensive um Nationalspieler Kevin Volland und den Brasilianer Firmino: "Die ist überragend. Wir müssen das Spiel von Hoffenheim gut lesen."