Zusammenfassung

  • Kein Bundesliga-Profi ist zweikampfstärker als Marc Bartra

  • Erst drei Fouls: Naldo ist nicht nur in den direkten Duellen stark

  • Wolfsburg-Neuzugang Ignacio Camacho überzeugt vor allem in der Luft

Köln - Die ersten sieben Bundesliga-Spieltage sind gespielt. bundesliga.de nutzt die Länderspielpause für ein erstes Zwischenfazit in fünf verschiedenen Kategorien. Teil 4: Wer sind bislang die zweikampfstärksten Spieler in der Bundesliga?

>>> Teil 1: Die Ballermänner der Bundesliga

>>> Teil 2: Die Passmaschinen der Bundesliga

>>> Teil 3: Die Vorlagenkönige der Bundesliga

>>> Teil 5: Die schnellsten Spieler der Bundesliga

>>> Teil 6: Die Dribbelkönige der Bundesliga

>>> Teil 7: Die Flankengötter der Bundesliga

>>> Teil 8: Die Chancenvernichter der Bundesliga

Erst zwei Gegentore in sieben Spielen: Allein diese Zahl sagt viel über Borussia Dortmunds Saisonstart aus. Bis zur sechsten Bundesliga-Partie stand beim BVB sogar komplett die Null. Mönchengladbachs Lars Stindl beendete bei der 1:6-Niederlage seines Teams nach 515 Minuten die gegentorlose Zeit der Schwarzgelben, die aktuell souverän an der Spitze der Bundesliga stehen.

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Bartra deutlich stärker als 16/17

Das liegt auch an Marc Bartra, der sich vor allem in seiner Kernkompetenz als Innenverteidiger im Vergleich zur Vorsaison massiv gesteigert hat: Gewann der Spanier 2016/17 lediglich 57 Prozent der direkten Duelle, ist er nun in drei Viertel aller Zweikämpfe erfolgreich. Durch diese Steigerung ist der 26-Jährige ein stabilisierendes Element in der BVB-Hintermannschaft.

Auf Rang zwei der besten Zweikämpfer: Schalkes Abwehrroutinier Naldo
Auf Rang zwei der besten Zweikämpfer: Schalkes Abwehrroutinier Naldo © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Das gilt auch beim Ruhrpott-Rivalen Schalke für den Brasilianer Naldo: Der Routinier in der S04-Abwehr zeigt sich in dieser Spielzeit ähnlich zweikampfstark und gewinnt etwas weniger als 75 Prozenz seiner direkten Duelle. Dazu kommt: Der 35-Jährige, der 2017/18 noch keine Bundesliga-Minute verpasste, kommt nahezu komplett ohne unfaire Mittel aus, erst drei Fouls beging Naldo bislang.

Falette schlägt ein

Auf Rang drei folgt mit etwas Abstand ein absoluter Bundesliga-Neuling: Simon Falette entpuppte sich bei Eintracht Frankfurt in den ersten Partien als sofortige Verstärkung. Aus der Hintermannschaft der Adler, die in sieben Spielen nur sechs Gegentore kassierten, ist der Nationalspieler aus Französisch-Guayana nicht mehr wegzudenken. Fast 70 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt der 25-jährige Innenverteidiger.

Video: Owo meets Bartra

Robust und zweikampfstark präsentierte sich bislang auch Ignacio Camacho vom VfL Wolfsburg: Vor der Saison aus Malaga zu den Wölfen gestoßen hat sich der Spanier schnell als Führungsspieler etabliert. Egal ob im Zentrum einer Dreierkette oder auf der Position vor der Abwehr: Camacho wirft seine Qualitäten für sein Team in die Waagschale. In der Luft bleibt er sogar in 79 Prozent seiner Duelle erster Sieger.

Sané fehlt Werder

Die Top 5 der besten Zweikämpfer in der Bundesliga schließt ein weiterer Innenverteidiger ab: Lamine Sané ist bei Werder Bremen häufig der Turm in der Schlacht. Angesichts seines starken Zweikampfverhaltens ist es für die Hanseaten besonders bitter, dass der Senegalese dem SVW derzeit aufgrund einer Knieverletzung nicht zur Verfügung steht. Ohne den routinierten Abwehrspieler konnte Werder noch keinen Sieg einfahren.

Die Spieler mit der besten Zweikampfquote:

1. Marc Bartra (Dortmund)75%
2. Naldo (Schalke)74,68%
3. Simon Falette (Frankfurt)69,53%
4. Ignacio Camacho (Wolfsburg)68,97%
5. Lamine Sané (Bremen)68,66%