Dortmund - Borussia Dortmund wird noch weitere fünf bis sechs Wochen auf Lucas Barrios verzichten müssen. Der Top-Stürmer der vergangenen Jahre (35 Bundesliga-Tore in 65 Spielen) hatte sich am 24. Juli im Endspiel um die Copa America verletzt.

Der Mannschaftsarzt Paraguays hatte die Verletzung bagatellisiert. Ein MRT in Dortmund brachte nun Klarheit: "Der Faserriss ist viel größer als angegeben", klagte Cheftrainer Jürgen Klopp.

Fünf bis sechs Wochen Pause

Klopp sprach am Mittwoch von einer "sehr unschönen Geschichte" und fügte hinzu: "Die Verletzung ist schwerwiegender als uns der Mannschaftsarzt von Paraguay übermittelt hat." Bereits nach dem Studium der zur Verfügung gestellten Ultraschall-Aufnahmen hatte BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun Ende Juli die Vermutung angestellt, dass es sich um keinen "normalen Faserriss" handeln könne. Eine Kernspin-Untersuchung in Barrios' Heimat Argentinien habe "nicht geklappt", sagte Klopp, so dass der BVB seinen Spieler ersuchte, den Urlaub abzubrechen und vorzeitig nach Dortmund zurückzukehren.

Das habe Lucas Barrios "nicht einmal unwillig gemacht, weil er sich offenbar dort selber nicht gut aufgehoben fühlte". Das folgende MRT in Dortmund brachte die Diagnose, dass der Faserriss "deutlich größer ist", erklärte Klopp: "Die Prognose für die Ausfallzeit beträgt fünf bis sechs Wochen. Das ist sehr, sehr ärgerlich und wirft einen Schatten auf unser Verhältnis zu Paraguays Verband." Lucas Barrios wird demnach erst ab Mitte September für den BVB wieder auf Torejagd gehen können.