Dortmund - "Es ist noch nicht klar, mit welcher Mannschaft wir gegen Hoffenheim antreten können", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp 48 Stunden vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels der Dortmunder Borussia am Samstag in Sinsheim. Fraglich sind Lucas Barrios, Mats Hummels, Sebastian Kehl und Kuba. Mohamed Zidan, Patrick Owomoyela und Shinji Kagawa fehlen ohnehin.

Lucas Barrios schleppt seit Tagen Beschwerden in der Wadenmuskulatur mit sich herum und kann deshalb am Donnerstag (10. März) gar nicht trainieren. "Wir hoffen, dass er beim Abschlusstraining am Freitag wieder dabei ist", sagte Klopp: "Sicher ist das aber nicht."

Klopp rechnet eher nicht mit Hummels

Sollte der Nationalstürmer Paraguays ausfallen, könnte Robert Lewandowski in die Sturmspitze und Jakub "Kuba" Blaszczykowski in die Mannschaft rotieren. Doch auch diese Variante ist mit einem Fragezeichen versehen, weil der Pole auch am Donnerstag nur Teile des Mannschaftstrainings absolvieren darf. Mohamed Zidan, ein weiterer Kandidat fürs offensive Mittelfeld, fehlt weiterhin verletzt.

Auch Sebastian Kehl konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren. Klopp sprach von "Belastungserscheinungen", die nicht unnormal sind nach so einer langen Pause.

Bei Mats Hummels "hat sich die Situation nicht dramatisch verbessert", berichtete Klopp, "er wird aber am Donnerstag versuchen, Teile des Mannschaftstrainings mitzumachen. Allerdings werden wir kein Risiko eingehen, und der letzte Eindruck gestern war ehrlich gesagt nicht ganz so positiv."

Heilungsprozess bei Kagawa verläuft sehr positiv

Gute Nachrichten gibt es hingegen von Shinji Kagawa, der, laut Sportdirektor Michael Zorc "um den 20. März" die Reise in seine sportliche Heimat Dortmund antreten soll. Keine zwei Monate nach einem Ende Januar erlittenen Mittelfußbruch überschlagen sich die positiven Meldungen. "Es ist nicht unrealistisch, dass er Mitte bis Ende April wieder auf dem Trainingsplatz steht", sagte Kagawas Berater Thomas Kroth dem kicker-Sportmagazin: "Shinji geht es hervorragend. Der Heilungsverlauf scheint sehr gut zu sein."

"Shinji soll in den nächsten Tagen das Lauftraining aufnehmen können", berichtete Zorc am Donnerstag - und kurz darauf nach Dortmund zurückkommen "in der Hoffnung", so Zorc, "dass es tatsächlich so gut aussieht, wie es sich anhört. Die Japaner scheinen Wunderdinge vollbracht zu haben."

Von einem Comeback noch in dieser Saison ist aber derzeit keine Rede bei den BVB-Verantwortlichen. Zorc sagte: "Wir sind vorsichtig, weil der Fuß an gleicher Stelle schon einmal gebrochen war. Auf eine Woche früher oder später kommt es nicht an."