Die Leistungsdichte in der Bundesliga ist nicht zuletzt durch die zahlreichen Winterzugänge extrem hoch. Am vergangenen Spieltag erlebten zahlreiche Stars den Spielbeginn aus der nur für Fans besten Perspektive: der Ersatzbank.

Die 18 Erstliga-Trainer müssen sich nun mal Woche für Woche für die vermeintlich stärkste Aufstellung entscheiden - genau wie die Trainer im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM). Doch die aus vermeintlicher Formschwäche oder taktischen Zwängen nicht eingesetzten, sowie die geschonten realen Bundesliga-Stars, zeigten im OBM ihre Klasse.

Zidan und Donovan mit guter Tor-Quote

Beim packenden Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund durften die FCB-Spieler Hamit Altintop, Landon Donovan und BVB-Angreifer Mohamed Zidan nur für je knapp 20 Minuten aufs Feld.

Während Altintop gegen Dortmund den Ball in der Schlussphase aus kurzer Distanz übers Gehäuse schoss und einen Torerfolg knapp verpasste, erzielte der Mittelfeldspieler in 2967 OBM-Partien beachtliche 740 Treffer. Teamkollege Donovan lief immerhin in 426 Teams auf und sorgte für 96 Treffer.

Auch Donovans Dortmunder Pendant Zidan stellte viele seiner Online-Trainer zufrieden: Der ägyptische Angreifer konnte die OBM-Quote des Amerikaners noch toppen und traf am Wochenende in 1520 virtuellen Begegnungen 518 Mal und betrieb so Werbung in eigener Sache. Mit einem OBM-Marktwert von 5,2 Millionen ist er allerdings auch erheblich teurer als der Münchener Neuzugang (2,1 Millionen).

Kuranyi ebenfalls treffsicher

Auch Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi musste beim Duell der im bisherigen Saisonverlauf hinter den eigenen Erwartungen zurückgebliebenen Mannschaften FC Schalke 04 und Werder Bremen die ersten 45 Minuten zuschauen.

Während ihm in der Bundesliga am Samstag ein Erfolgserlebnis verwehrt blieb, kam er im OBM bei 1375 Einsätzen auf 499 Tore. Neben Kuranyi durchlebt auch der Kölner Mannaseh Ishiaku momentan unglückliche Stürmer- Zeiten. In der Vorwoche vergab er die große Chance, den FC mit 2:0 gegen Wolfsburg in Führung zu bringen.

Am Samstag in Frankfurt hatte er in der Schlussphase den 3:2-Siegtreffer auf dem Fuß - und verzog. Im OBM läuft es für den Nigerianer wesentlich besser. Am Wochenende stand er für 1010 Teams auf dem Spielfeld und konnte sich 252 Mal in die Torschützenliste eintragen.

Henrique genießt Vertrauen

Doch nicht nur Offensiv-Spieler fanden sich am 19. Spieltag mehr oder weniger überraschend auf der Ersatzbank wieder. Leverkusens Innenverteidiger Henrique schaffte es ebenso wenig in die Startformation wie Wolfsburgs Cristian Zaccardo.

In der Gunst der OBM-Trainer stand der Leverkusener Abwehrspieler (1856 Spiele/16 Tore) an diesem Wochenende vor dem italienischen Weltmeister (489/6). Mit einem OBM-Marktwert von 3,8 Millionen liegt der von Barcelona nach Leverkusen ausgeliehene Verteidiger jedoch knapp eine Millionen Euro unter dem Marktwert Zaccardos.

Michael Krämer