Lagos - Am Dienstagabend stand Michael Ballack in einem Pressegespräch im Trainingslager Rede und Antwort. Ballack hat schon zahlreiche Trainingslager in seiner Karriere mitgemacht, aber auch er schwärmt in den höchsten Tönen von den Bedingungen in Lagos.

"Alles hier ist perfekt: der Platz, das Hotel, die kurzen Wege, das Wetter", sagt der 35-Jährige, der das Wesentliche natürlich nicht aus den Augen verloren und sich viel vorgenommen hat für die zweite Saisonhälfte.

"Schritt für Schritt in der Tabelle klettern"

"Wir können mit dem ersten halben Jahr sicher nicht zufrieden sein. Platz 6 ist definitiv zu wenig. Wir müssen in der Rückrunde besseren, attraktiveren Fußball spielen, um Schritt für Schritt in der Tabelle klettern zu können. Dafür arbeiten wir in der Vorbereitung in sehr vielen Bereichen sehr hart."

Die Doppelbelastung von Meisterschaft und Champions League habe alle zwar auch mental gefordert, aber es sei auch Einstellungssache, wie man damit umgehe.

Zukunft ungewiss

Mit seiner persönlichen Bilanz seit seiner Rückkehr zu Bayer 04 zur Saison 2010/11 ist Ballack "im Großen und Ganzen sehr zufrieden". "Ich bin mit einer Verletzung nach Leverkusen gekommen und zog mir dann kurz darauf eine weitere Verletzung zu. Das war eine schwierige Situation. Der zweite Platz am Ende meiner ersten Saison war ein hervorragender Erfolg. Jetzt freue ich mich riesig auf die beiden Achtelfinalspiele gegen den FC Barcelona. Das werden echte Highlights, bei denen nicht nur die Augen der jungen Spieler leuchten, sondern auch meine."

Zu seiner Zukunft sagte der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag bei Bayer 04 im Sommer dieses Jahres ausläuft: "Ich möchte noch ein bis zwei Jahre Fußball spielen. Wo das sein wird, werde ich in aller Ruhe und zu gegebener Zeit entscheiden."

Zurückhaltung beim Thema Nationalmannschaft

Ballack, der am kommenden Freitag gemeinsam mit Bayer 04-Sportchef Rudi Völler zum 60. Geburtstag von Bayern-Präsident Uli Hoeneß eingeladen ist, äußerte sich zurückhaltend zum Thema Nationalmannschaft und seiner Verabschiedung. "An der Lage hat sich eigentlich nichts geändert. Wenn es etwas zu vereinbaren gibt, dann wird das rechtzeitig bekanntgegeben. Im Moment sieht es eher nicht danach aus."

Natürlich waren die portugiesischen Journalisten vor allem interessiert an einer Einschätzung des langjährigen Nationalmannschaftskapitäns zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Dort trifft das deutsche Team in seiner Gruppe bekanntlich auch auf Portugal. "Individuell haben die Portugiesen eine gute Mannschaft, die von der deutschen Elf sicher sehr ernst genommen wird. Die DFB-Auswahl ist für mich in dieser Partie leichter Favorit, die Gruppe insgesamt aber sehr ausgeglichen."

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