Verband: Football Federation Australia Limited

Gegründet: 1961

FIFA-Mitglied seit: 1963

Bisherige WM-Teilnahmen: 3

WM-Erfolge: Achtelfinale (2006)

Geschichte des Fußballs in Australien:

Kaum zu glauben, doch Australien ist eines der wenigen Länder auf der Erde, in denen Fußball nicht die Sportart Nummer 1 ist. Dennoch spielte und spielt der Sport eine wichtige Rolle. Gespielt wird Fußball in "down under" schon seit 1870. Doch der Sport konnte Australian Rules Football oder Rugby nie den Rang ablaufen. Das erste Länderspiel fand 1922 gegen Neuseeland statt. Ein offizieller Verband wurde erst 1961 gegründet. Bis 2006 war Australien Mitglied der Ozeanien-Gruppe, ehe man aufgrund der fehlenden Konkurrenz in die Asian Football Confederation wechselte. Die A-League ersetzte 2005 die 1977 gegründete National Soccer League als höchste nationale Spielklasse Australiens. Zur A-League gehört neben neun australischen auch eine neuseeländische Mannschaft. Gespielt wird nach dem amerikanischen Prinzip mit Playoffs. Mit drei Titeln aus den vergangenen vier Jahren ist Brisbane Roar der erfolgreichste Club der noch jungen Liga.

WM-Geschichte:

2006 scheiterte Australien im Achtelfinale

Nur elf Jahre nach ihrem FIFA-Beitritt qualifizierte sich die australische Nationalmannschaft 1974 erstmals für eine WM. Das Team bestand damals noch komplett aus Amateuren und schoss kein einziges Tor. Anschließend folgte eine Durststrecke von 32 Jahren. Erst 2006 waren die "Socceroos" wieder bei einer Endrunde dabei. In Deutschland erreichten sie überraschend das Achtelfinale und brachten den späteren Weltmeister Italien an den Rand einer Niederlage. Erst ein umstrittener Foulelfmeter in der 5. Minute der Nachspielzeit brachte das Aus für die "Aussies". 2010 war wieder Schluss nach der Vorrunde.

Star und Trainer:

Die ganz großen Namen sucht man auch heute noch vergeblich im Kader der Australier. Dennoch ist Tim Cahill der wohl bekannteste Kicker der Insel. Der Mittelfeldspieler, der aktuell in New York spielt, erzielt in fast jedem zweiten Einsatz für sein Land ein Tor. In der Abwehr sucht man vergebens nach bekannten Namen. Die meisten Verteidiger spielen in der Heimat. Ungeklärt scheint indes die Frage, wer den langjährigen Stammkeeper Mark Schwarzer im Tor ersetzen wird. Hier hofft Dortmunds Mitchell Langerak auf seine Chance. Mit diesem und anderen Problemen muss sich Nationalcoach Ange Postecoglou auseinandersetzen. Im Oktober 2013 ersetzte der Australier mit griechischen Wurzeln Holger Osieck. Vor diesem Job gewann Postecoglou je zwei Meistertitel mit South Melbourne und Brisbane.

Australien und die Bundesliga:

Mitchell Langerak ist die Nummer 2 des BVB

Australien mag kein Fußball-Gigant sein, dennoch fanden viele Kicker von "down under" den Weg in die Bundesliga. Aktuell sind es vier: Ben Halloran (Fortuna Düsseldorf) Nikita Rukavytsya (1. FSV Mainz 05; ausgeliehen an den FSV Frankfurt), Robbie Kruse (Bayer Leverkusen) und Langerak (Borussia Dortmund). Der 1. FC Nürnberg war vor wenigen Jahren ein gern genommener Verein von "Aussies". Zeitweise spielten drei Australier gleichzeitig im Frankenland. Auch bei Borussia Mönchengladbach fanden mehrere "Socceroos" ein Zuhause. Dazu kamen Spieler wie David Zdrilic (SSV Ulm, SpVgg Unterhaching) oder Paul Agostino (1860 München). Selbst Torhüter Mark Schwarzer war vor seinem großen Durchbruch kurzzeitig in der Bundesliga (1. FC Kaiserslautern). Der erste "Aussie" in Germany war David Mitchell, der von 1985-87 bei Eintracht Frankfurt kickte. Die bekanntesten Männer von "down under" sind immer noch Ned Zelic (BVB, Frankfurt, 1860) und Joshua Kennedy (VfL Wolfsburg, 1. FC Köln, FCN, Karlsruher SC).