Jens Lehmann hätte gerne noch ein paar Wochen drangehängt an seine Fußballer-Karriere. Doch Bundestrainer Joachim Löw hatte dann doch andere Pläne, im Kader für die WM in Südafrika war für den 40-Jährigen kein Platz.

Die selbsternannte Nummer eins der Nation wird jetzt anstatt mit Trikot im deutschen Tor im Anzug und mit Mikrofon in der Hand als TV-Experte bei der WM dabei sein. Für Lehmann bleibt es bei 61 Länderspielen mit dem Höhepunkt WM 2006.

"Es war nicht immer einfach mit Ihnen"

Mit dem Einzug in die Europa League hat er zumindest beim VfB Stuttgart den Abschied bekommen, den er sich gewünscht hatte. Die Bundesliga verliert in ihm einen herausragenden Torhüter und einen echten Typen, manche würden sagen: einen eigenwilligen Kauz.

Brillenklau, Pinkelpause an der Bande, Zoff mit einem Balljungen - auch in seiner letzten Saison sorgte Lehmann für (unsportliche) Schlagzeilen. "Es war nicht immer einfach mit Ihnen", rief ihm Stuttgarts Präsident Erwin Staudt zum Abschied hinterher. Aber immer unterhaltsam.