Die Hinrunde der 47. Bundesliga-Saison ist vorbei - 153 Spiele der Spielzeit 2009/2010 sind absolviert. bundesliga.de hat in der Statistik-Datenbank gewühlt und einige außergewöhnliche Fakten der bisherigen Saison zusammen gestellt.

Sechs Tore geschossen - trotzdem verloren

Hannover 96 unterliefen im Spiel bei Borussia Mönchengladbach (3:5) am 16. Spieltag gleich drei Eigentore. Niemals zuvor in 46 Jahren Bundesliga war dies einer Mannschaft in einem Spiel passiert. Zusätzliches Kuriosum: Die drei Eigentore der Niedersachsen gegen die "Fohlen" aus Mönchengladbach fielen alle von außerhalb des Strafraums. Alle zehn übrigen Eigentore in der Hinrunde dieser Saison fielen von innerhalb des Strafraums.

"Ballermann" Edin Dzeko

Mit 14 Torschüssen setzte Edin Dzeko im Spiel seines VfL Wolfsburg gegen den SC Freiburg (2:2) die klare Bestmarke in dieser Halbserie. Kein anderer Spieler der Liga verzeichnete eine zweistellige Zahl an Torschüssen in einem Spiel. Die Pointe: Keiner von Dzekos Schüssen gegen den SCF zappelte im Netz. Dzekos Bestwert wird auch von keinem Akteur der englischen Premier League, der spanischen Primera Division oder der italienischen Serie A übertroffen. Topwert sind hier die zwölf Torschüsse von Lazios Mauro Zarate gegen Cagliari (0:1). Dieselbe Anzahl wurde auch in der Champions League von Atleticos Diego Forlan erreicht, im Spiel gegen APOEL Nikosia (1:1).

Drei Mal "Peng" in 22 Minuten

Am 7. Spieltag schaffte es Vedad Ibisevic im Spiel seiner Hoffenheimer gegen die Berliner Hertha innerhalb der ersten 22 Spielminuten drei Treffer zu landen. Für den Bosnier waren es die ersten drei Saisontore, das Spiel endete mit einem 5:1 für die Kraichgauer. "Ich habe heute zum ersten Mal mit meinen neuen Schuhen gespielt, und es wurden direkt drei Tore. Das ist natürlich super", kommentierte Ibisevic seinen "Dreierpack". Der schnellste Hattrick der Bundesliga-Geschichte war es aber nicht. Vom Anpfiff weg waren vier Spieler bereits schneller. Rekordhalter ist weiterhin Michael Tönnies, der am 27. August 1991 für Duisburg gegen den KSC von der 11. bis zur 16. Minute drei Mal einnetzte.

Das Glück in der Fremde finden

Die Bundesliga hat Fernweh: In dieser Saison gab es nur zehn Heimsiege mehr (58) als Auswärtssiege (48). Dazu kommen 47 Unentschieden, womit der Anteil der Auswärtssiege bei 31,4 Prozent liegt. Damit ist die laufende Spielzeit auf Rekordkurs - den historisch höchsten Anteil an Auswärtssiegen gab es in der Spielzeit 2006/07 (30,4 Prozent). Kaum zu glauben, aber wahr: Sieben Mannschaften waren auswärts erfolgreicher als zuhause. Am krassesten ist dieses Verhältnis beim SC Freiburg: Die Breisgauer holten 13 ihrer 18 Zähler auf fremden Plätzen. In der Fremde gänzlich unbesiegt blieben Bayer Leverkusen und der Hamburger SV.

Tore, Scorer, Nullnummern

Der Titel "Spieler mit den meisten Auswärtstoren” geht an den Führenden der Torschützenliste: Stefan Kießling. Der Leverkusener Stürmer erzielte sechs seiner 13 Treffer in der Fremde.

Bayern Münchens Arjen Robben ist der Bundesliga-Spieler, der am wenigsten Zeit für einen Scorerpunkt braucht: Alle 78 Minuten ist der Niederländer an einem Tor beteiligt.

Schon sechs Partien des 1. FC Köln in dieser Spielzeit endeten torlos. Der Rekord für eine ganze Saison liegt bei sieben Nullnummern - das schafften bisher zehn Teams in der Bundesliga-Geschichte.