Das magische Dreieck zauberte schon wieder wie in der vergangenen Saison, doch zukünftig soll beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg ein magisches Viereck für ein noch größeres Spektakel sorgen.

Trainer Armin freute sich nach dem mühelosen 4:1 (2:0) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden jedenfalls mehr über die Verpflichtung des nigerianischen Stürmers Obafemi Martins als über die Erfüllung der Pflichtaufgabe.

"Noch weniger ausrechenbar"

"Diese Transfers sind nie ganz einfach. Es ist wichtig, dass nun alles unter Dach und Fach ist. Martins kann nicht nur als zweiter Stürmer agieren, sondern auch als dritte Spitze - so sind wir noch weniger ausrechenbar", sagte der neue Coach zum Transfer des 21-maligen Nationalspielers (13 Tore), der einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat und am Montag ins Training einsteigen soll.

Der 24 Jahre alte Martins stand zuletzt beim englischen Premier-League-Absteiger Newcastle United unter Vertrag. Trotz Martins müssen die drei Offensivstars nicht um ihre Stammplätze bangen. Zvjezdan Misimovic (41., 57.), Grafite (26.) und Edin Dzeko (51.) sorgten mit ihren Toren vor 7433 Zuschauern in Wiesbaden im Alleingang dafür, dass der Meister für den Bundesliga-Auftakt gegen Vehs Ex-Club VfB Stuttgart am Freitag gerüstet ist. Der Ehrentreffer der Gastgeber durch Steffen Bohl (63. ) fiel dabei nicht weiter ins Gewicht.

Grafite und Dzeko "ohne Angst"

Die drei überragenden Offensivspieler sind sich ihrer derzeit unangreifbaren Stellung bewusst und begrüßten sogar den Transfer von Martins. "Ich habe keine Angst, dass ich auf der Bank sitzen muss. Martins hat andere Stärken als wir. Er ist ein schneller Mann und kann uns voranbringen", sagte Grafite. Sturmpartner Dzeko sieht es ähnlich. "Die Verpflichtung ist gut für die Mannschaft. Er kann uns sicher weiterhelfen", meinte der Bosnier.

In die Startelf gegen den VfB wird es Martins wahrscheinlich noch nicht schaffen. Dort sollen die bewährten Kräfte zum Einsatz kommen. "Im Normalfall wird sich nicht viel ändern. Aller Voraussicht nach könnten dieselben Spieler anfangen", meinte Veh, der auf eine gut funktionierende Mannschaft bauen kann.

Schäfer lobt das Dreieck

"Uns kommt natürlich zugute, dass wir eingespielt sind und im gleichen System wie in der vergangenen Saison spielen. Wenn wir in der kommenden Woche noch einmal gut arbeiten, sind wir gut gerüstet für das erste Spiel", erklärte der zweifache Torschütze Misimovic.

Auch für Nationalspieler Marcel Schäfer gibt es keinen Grund, etwas an der Formation zu ändern: "Es war schön, zuzusehen. Das magische Dreieck funktioniert weiterhin blendend. So sind wir gut gerüstet für Stuttgart."