Rob Friend spielt seit Sommer 2007 bei der Mönchengladbacher Borussia.

Bereits in der vergangenen Saison, als die Borussia souverän den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, war der Kanadier mit 18 Toren einer der herausragenden Akteure.

Auch in der Bundesliga hat der Stürmer das Toreschießen nicht verlernt: Drei der sechs Borussia-Treffer gingen auf sein Konto.

bundesliga.de hat Wissenswertes über den Torjäger zusammengestellt.

Aus dem "Herzen des Weizen-Gürtels"

Friend wurde am 23. Januar 1981 im kanadischen Rosetown geboren. Das Städtchen bezeichnet sich selbst gern als "Das Herz des Weizen-Gürtels". Mit knapp 2.300 Einwohnern (Stand bei der letzten Volkszählung im Jahre 2006) ist Rosetown, das im Jahre 1905 von den Engländern James and Anne Rose gegründet wurde, allerdings ein recht überschaubares "Herz".

Im Trikot mit dem Ahornblatt

Am 18. Januar 2003 feierte der Stürmer sein Debüt im Trikot der kanadischen Nationalmannschaft, das Spiel gegen die USA ging allerdings mit 0:4 verloren. Bis heute hat Friend 22 Partien für Kanada bestritten, seine Torausbeute ist mit zwei Treffern aber sehr bescheiden. (Stand: 14. Oktober 2008)

Titelgewinn in Skandinavien

Ebenfalls im Jahre 2003 beschloss der Kanadier, sein Glück in Europa zu versuchen. Dabei verschlug es ihn in den hohen Norden nach Norwegen. Zunächst spielte er für Moss FK, bevor er zu Molde FK wechselte. Dort gewann er im Jahre 2005 den nationalen Pokal.

Zwischenstation in den Niederlanden

Nach den "Lehrjahren" in Norwegen ging die Karriere von Rob Friend in den Niederlanden weiter. In der Saison 2006/07 spielte er zunächst für den SC Heerenveen, später dann für SC Heracles Almelo und erzielte insgesamt acht Treffer in der "Eredivisie".

Das erste Tor bricht den Bann

Im Trikot der Mönchengladbacher Borussia tat sich Friend zunächst schwer. In seinen ersten vier Spielen blieb er ohne Tor und wurde zweimal ein- sowie einmal ausgewechselt. Am 5. Spieltag jedoch gelang ihm beim 3:2-Auswärtssieg gegen den FC Erzgebirge Aue sein erster Treffer für die Borussia, und in den nächsten vier Partien folgten sofort fünf weitere.

Dreierpack in Fürth

Friend hatte Blut geleckt und legte am 26. Oktober 2007 den ersten "Dreierpack" seiner Profi-Karriere nach. Leidtragende war die SpVgg Greuther Fürth, die sich im heimischen Stadion mit 1:3 geschlagen geben musste.

Platzverweis gegen Paderborn

Seine wohl schwärzeste Stunde im Trikot der "Fohlen" erlebte der kanadische Stürmer am 16. Dezember 2007. Im Spiel gegen den SC Paderborn ging Friend deutlich zu ungestüm in ein Duell mit SCP-Torwart Lukas Kruse und wurde, da bereits verwarnt, mit der Gelb-Roten Karte bedacht.

Zweiter hinter Novakovic

Am Ende von Friends erster Saison in Deutschland überwogen die positiven Schlagzeilen. Mit 18 Treffern landete er in der Torschützenliste der 2. Bundesliga hinter dem Kölner Milivoje Novakovic auf Platz 2, und die Borussia stieg als Tabellenerster in die Bundesliga auf.

Vertragsverlängerung bei Borussia

Das Interesse der Konkurrenz am kanadischen Torjäger wuchs mit jedem Treffer, aber Friend blieb der Borussia treu und verlängerte seinen Vertrag sogar vorzeitig bis 2012. "Mit meiner Vertragsverlängerung möchte ich ein klares Zeichen setzen. Ich möchte mich gar nicht mit anderen Clubs befassen müssen."

Friend auf Rekordjagd

Mönchengladbachs Torjäger war beileibe nicht der erste Kanadier in der Bundesliga, aber er könnte bald der erfolgreichste sein. Paul Stalteri erzielte in seiner Zeit bei Werder Bremen (2000 - 2005) in 151 Bundesligaspielen sechs Treffer, mehr als jeder andere Kanadier in der Bundesliga davor. Friend hat nach gerade einmal sieben Spielen schon drei auf dem Konto...



Zusammengestellt von Christof Greiner