Zusammenfassung

  • Wieder trifft Thomas Müller zum Beginn einer Bundesliga-Saison.

  • Zum dritten Mal erzielt der Bayern-Star das erste Tor einer Spielzeit.

  • Zudem legt Müller einen Treffer vor.

München - Ein Haken, noch ein Haken und ein Luftsprung samt Freudenschrei - Thomas Müller wusste nach seinem ersten Saisontor gar nicht, wohin mit seinen Emotionen. Der Stürmer des FC Bayern München war im Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim auf Anhieb voll da - und bestätigte einmal mehr seinen Ruf als Auftaktexperte.

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In der 22. Minute stieg Müller nach einer Ecke von Joshua Kimmich im Strafraum voller Entschlossenheit hoch und köpfte den Ball kompromisslos zur Führung in die Maschen. Ein Tor mit Seltenheitswert, schließlich traf er seit April 2016 nicht mehr per Kopf. Ein Tor aber auch mit hohem Wiedererkennungswert - denn in Auftaktspielen trifft Müller besonders gerne.

Thomas Müller mit Köpfchen © gettyimages / Lars Baron

Rekord-Premierentor

Zum dritten Mal schon erzielte Müller das erste Tor einer Bundesliga-Saison. Damit ist der 28-Jährige nun alleiniger Rekordhalter. Generell liegt ihm der 1. Spieltag: Schon zum fünften Mal traf er beim Saisonauftakt. Seine insgesamt sechs Tore an einem Eröffnungsspieltag übertrifft unter allen aktiven Bundesliga-Spielern nur Teamkollege Robert Lewandowski. Der Pole brachte den Rekordmeister per Elfmeter in der 81. Minute auf die Siegerstraße, es war sein siebtes Tor an einem 1. Spieltag.

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Eine Spielzeit mit einem persönlichen Erfolgserlebnis zu beginnen, wirkte sich bei Müller bislang immer positiv auf den weiteren Verlauf aus. In allen fünf Saisons, in denen er in der ersten Partie eingenetzt hatte, verzeichnete der Angreifer am Ende eine zweistellige Torausbeute.

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Besonders motiviert

Für die neue Spielzeit hat sich Müller einiges vorgenommen, insbesondere nach dem enttäuschenden Verlauf der WM. Das unerwartete Vorrundenaus beschäftigte ihn im Sommer noch lange. "Die ersten Tage, als wir wieder zu Hause waren, waren nicht die schönsten meines Lebens", sagte Müller Anfang August bei FCB.tv. "Was ich aber aus diesen Überlegungen mitgenommen habe, ist eine riesige Motivation für die Zukunft. Sowohl beim FC Bayern als auch bei der Nationalmannschaft wollen wir allen zeigen, dass wir es besser können."

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Am Freitagabend ließ der Torjäger seinen Worten Taten folgen - nicht nur in Form seines Tors. Im 4-1-4-1 bot der neue Münchner Trainer Niko Kovac seinen Akteur als Achter auf - eine Rolle, die seiner unorthodoxen Spielweise zu Gute kommt. Der selbsternannte Raumdeuter findet wieder Freiräume, um in der Offensive entscheidende Akzente zu setzen. Gegen Hoffenheim war Müller aber nicht nur Deuter, sondern auch Arbeiter: 12,1 Kilometer spulte er ab - mehr als jeder andere Spieler seines Teams. Dazu ging er keinem Zweikampf aus dem Weg: In 24 Duelle warf er sich, 12 gewann er - keiner seiner Mannschaftskollegen führte mehr Zweikämpfe.

Thomas Müller legt stark los © imago / Philippe Ruiz

Geistesblitz als krönender Abschluss

Gegen Ende des intensiv geführten Aufeinandertreffens rundete Müller seine überzeugende Vorstellung noch ab: Einen Kimmich-Einwurf leitete er an der Strafraumgrenze gedankenschnell auf den durchstartenden Arjen Robben weiter, der so frei vor dem Tor auftauchte und wuchtig zum 3:1 abschloss. Arm in Arm standen Müller und Robben einige Minuten später nach getaner Arbeit vor der Südkurve und genossen den Beifall der Fans.

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Ob es schön war, wieder getroffen zu haben, wurde Müller wenig später in den Katakomben der Arena gefragt. "Absolut!", sagte er und lächelte verschmitzt. "Dann habe ich wieder eine Woche meine Ruhe." Bis zu den nächsten Luftsprüngen und Freudenschreien.

Aus München berichtet Maximilian Lotz