Köln – Die Champions League steht vor der Tür: Bereits zum dritten in Folge stellt die Bundesliga vier Mannschaften in der europäischen Königsklasse. Nachdem am Dienstag Borussia Mönchengladbach mit einer Niederlage und Vizemeister VfL Wolfsburg mit einem Sieg gestartet sind, greifen am Mittwoch Bayer 04 Leverkusen und der FC Bayern München ins Geschehen ein. bundesliga.de gibt einen Überblick über die Spiele.

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Bayern erwartet Hexenkessel

Der FC Bayern München muss zum Auftakt der diesjährigen Champions-League-Saison bei Olympiakos Piräus (Mittwoch ab 20:30 Uhr im Liveticker) antreten. Der griechische Serienmeister (17 Meisterschaften in den letzten 19 Jahren) ist das Maß aller Dinge in seinem Heimatland und steht nach drei Siegen aus drei Spielen in der Liga schon wieder auf dem gewohnten ersten Platz. Die Münchner erwartet vor allem ein Hexenkessel: "Die Fans geben alles für ihr Team, wie in Südamerika", sagte Thiago vor dem Spiel.

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In der Champions League treffen beide Mannschaften zum ersten Mal aufeinander, jedoch kennen Xabi Alonso, Mario Götze, Arturo Vidal und Robert Lewandowski die Griechen schon aus Duellen mit ihren früheren Clubs: Die bittere Auswärts-Ausbeute der vier Spieler: 0 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen. Keine leichte Aufgabe.

Obwohl die Bayern in der Bundesliga die volle Punkteausbeute auf der Habenseite stehen haben, warnte Goalgetter Lewandowski vor der zuletzt etwas schläfrigen Leistung: "Wir müssen ab der ersten Minute gut spielen, nicht wie gegen Augsburg erst ab der 46. Wir müssen mehr Gas geben." Wie man in Piräus gewinnt, weiß immerhin Geschäftsführer Karl-Heinz Rummenigge. Der steuerte bei den bisher einzigen Europapokal-Duellen im Cup der Landesmeister 1980/81 (4:2 und 3:0) zwei Treffer bei.

Leverkusen trifft alten Bekannten

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Bereits zum dritten Mal in Folge nimmt Bayer 04 Leverkusen an der Champions-League teil. In der Gruppe mit dem spanischen Meister FC Barcelona und dem italienischen Vizemeister AS Rom dürfte der FC Bate Borisov zum Auftakt noch der vermeintlich leichteste Gegner sein (Mittwoch ab 20:30 Uhr im Liveticker). Unterschätzen sollte man die Weißrussen aber keinesfalls. Am Ende des Kalenderjahres werden sie, sollten keine großen Wunder mehr geschehen, zum zehnten Mal in Folge den Meistertitel in ihrer Liga holen.

Von negativen Erinnerungen gegen diesen Gegner weiß nicht zuletzt auch der FC Bayern zu berichten, der in der phänomenalen Triple-Saison 2012/13 ausgerechnet in Borisov eine der wenigen, aber klaren Niederlagen (1:3) kassierte. "Mit einem Sieg in die Gruppenphase zu starten ist immer das wichtigste. Deshalb nehmen wir das Spiel genauso ernst, wenn nicht sogar ernster als das Relegationsspiel gegen Lazio", sagte Kapitän Lars Bender.

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Der bekannteste Akteur bei Bate ist ohne Zweifel ein Kind der Bundesliga: Der Stern von Alexander Hleb ging einst beim VfB Stuttgart auf, später spielte er noch kurz beim VfL Wolfsburg. Inzwischen ist der 34-Jährige zum nunmehr dritten Mal bei Borisov gelandet. Dieser Spielstärke hat Bayer-Trainer Roger Schmidt aber einiges entgegenzusetzen. Neuzugänge wie Kevin Kampl, der bei der Niederlage gegen Darmstadt einen starken Eindruck hinterlassen hat, sowie Javier "Chicharito" Hernandez machen der starken Offensiv-Reihe um Karim Bellarabi, Julian Brandt und Hakan Calhanoglu Druck und drängen sich auf für einen Einsatz von Beginn auf. Roger Schmidt hat also die Qual der Wahl.

Von Karol Herrmann