Kapstadt - Der VfL Wolfsburg hat das Winterquartier in Südafrika bezogen. Nach vierzehneinhalb Stunden Flug erreichte der Tross der Grün-Weißen am Montagmorgen um 9.30 Uhr Ortszeit (8.30 Uhr deutscher Zeit) den Flughafen in Kapstadt. Schon am Nachmittag stand auch gleich die erste Trainingseinheit in der zweitgrößten Stadt des Landes auf dem Programm.

25 Spieler, darunter die bereits regelmäßig bei den Profis mittrainierenden Nachwuchskräfte  Paul Seguin, Moritz Sprenger und Sebastian Stolze, das Trainer- und Funktionsteam um Chefcoach Dieter Hecking sowie die VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs und Wolfgang Hotze bezogen nach der Ankunft in Kapstadt  erst einmal ihre Unterkunft, das Vineyard Hotel im Stadtteil Newlands mit Blick auf den Tafelberg.

"Die richtige Entscheidung"

Nach der Stärkung beim gemeinsamen Mittagessen stand für Dieter Hecking und Klaus Allofs mit der Pressekonferenz zum Freundschaftsspiel gegen den südafrikanischen Erstligisten Ajax Cape Town (Mittwoch, 14. Januar,  Anstoß 18 Uhr deutscher Zeit) auch gleich der erste offizielle Termin auf dem Programm. Nach dem tragischen Unfalltod von Junior Malanda am vergangenen Samstag hatten auch zahlreiche Beileidsbekundungen aus Südafrika die Wölfe erreicht. "Wir möchten uns für die Anteilnahme bedanken", sagte Allofs im Medienraum der WM-Spielstätte Cape Town Stadium. Geschäftsführer und Trainer unterstrichen bei diesem Anlass zudem beide, dass es richtig war, trotz des traurigen Ereignisses in das Trainingslager zu fahren. "Es ist die richtige Entscheidung", so Hecking.

Ergreifende Schweigeminute

In Südafrika sollen und wollen die Wölfe nun wieder, so schwer es auch fällt, Stück für Stück zur Normalität  zurückkehren. Dass Junior Malanda für immer unvergessen bleiben wird, unterstrichen die Grün-Weißen noch einmal vor der ersten Trainingseinheit am Montagnachmittag im Athlone Stadium. Nachdem Coach Hecking das gesamte Team am Mittelkreis versammelt und eine kurze Rede gehalten hatte, senkten sich alle Köpfe zu einer Schweigeminute für den Belgier. Nach der ergreifenden Szene gab es Applaus der anwesenden VfL-Fans, bei denen sich die Mannschaft dann ebenfalls mit Beifall für ihre Anteilnahme bedankte. "Es war wichtig und der Wunsch der Mannschaft, noch einmal einen Moment gemeinsam inne zu halten und dann loszulegen", sagte Allofs.