München - Vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) herrscht beim Hamburger SV Aufbruchstimmung. Die Hanseaten, die nach dem schwachen Saisonstart die Kurve bekommen haben und zuletzt drei Siege in vier Spielen feierten, wollen sich langfristig in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Bei den Schwaben ist dagegen nicht erst seit der schweren Verletzung von Cacau die Stimmung getrübt.

"Wir sind grade am Anfang unserer Fahrt, stehen vor einer großen Reise und wollen den Rückenwind auch in die nächsten Spiele mitnehmen", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink. "Die Tabelle ist sehr eng beisammen. Nach unten sind es nur wenige Punkte", warnt er - und will den kommenden Gegner auf keinen Fall nach seinem Tabellenstand beurteilen. "Stuttgart hat eine gute Mannschaft, die fast identisch zu der Mannschaft ist, die in der vergangenen Saison die Europa League erreicht hat. Wir sind also gewarnt!"

Van der Vaart ist einsatzbereit



Dabei kann Fink auf Regisseur Rafael van der Vaart zurückgreifen. Der 29 Jahre alte Niederländer hat seine Adduktoren-Probleme überstanden und konnte bereits am Freitag mit der Mannschaft trainieren. Dagegen bangt der Coach weiter um seinen defensiven Mittelfeldspieler Milan Badelj. Der Kroate fehlte beim Training und ließ sich wegen eines Bändereinrisses im Knöchel behandeln.

Hinzu kommt der Ausfall von Ivo Ilicevic, der nach seinem gegen Hannover erlittenen Muskelfaserriss erst am kommenden Montag wieder ins Training einsteigen wird. Für ihn wird voraussichtlich erneut der Tscheche Petr Jiracek die Aufgaben im linken Mittelfeld übernehmen.

Beim VfB verletzte sich Cacau unter der Woche schwer und fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens drei Monate aus. "in der Mannschaft ist eine Betroffenheit zu spüren", sagte Trainer Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz am Freitag. "Wir müssen jetzt noch enger zusammenarbeiten, als wir das ohnehin schon tun."

Kvist angeschlagen, Okazaki vor Rückkehr



Gegen den Hamburger SV hofft der Sportdirektor Fredi Bobic, dass "die Mannschaft dort weitermacht, wo sie zuletzt aufgehört hat". Labbadia erwartet von seinem Team, "dass wir über eine sehr gute Kompaktheit zu unserem Spiel kommen. Wir hatten zuletzt zwei ordentliche Bundesliga-Spiele, da müssen wir weitermachen."

Die Aufgabe im Norden hat es derweil jedoch in sich. Schließlich sei der HSV für ihn schon vor der Saison stärker gewesen, "als er gemacht wurde. Sie haben eine gute Qualität im Kader und zudem sehr gut und sehr teuer eingekauft". Derweil reiste auch William Kvist mit leichten Problemen von seinem Länderspieltermin an, sein Einsatz am Sonntag ist aber nicht gefährdet, Bruno Labbadia hofft auch auf die Rückkehr von Shinji Okazaki, der zuletzt wegen eines abgesplitterten Knochens im großen Zeh ausgefallen war.



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