Der 1. Januar ist nicht nur der Start in ein neues Jahr, sondern in der Bundesliga auch traditionell der erste Tag, ab dem personell nachgebessert werden darf.

Die zweite Wechselperiode der Saison läuft diesmal vom 1. Januar bis zum 1. Februar, da der 31. Januar ein Sonntag ist.

Die 36 Clubs haben also gut vier Wochen Zeit, um ihre Kader zu ergänzen. Natürlich gehört immer auch ein wenig Glück dazu, um genau den richtigen Mann für das jeweilige Team zu erwischen.

bundesliga.de blickt zurück auf den Sommer 2009: Das waren die erfolgreichsten Neuen, die in der ersten Transferperiode der Saison zu einem Bundesliga-Club gewechselt sind:

Lucas Barrios (Borussia Dortmund, kam von CSD Colo Colo): Der Welttorjäger kam mit der Empfehlung von 37 Toren in 38 Spielen in Chile in die Bundesliga. in Dortmund hatte er einen schweren Start, stand mit dem BVB am 7. Spieltag auf Platz 15. Am 8. Spieltag traf Barrios zum 1:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach - es war die Wende für ihn und die Borussia. Seitdem hat der "Panther" in neun Spielen weitere acht Tore erzielt und stürmte mit dem BVB bis auf Platz 5 nach vorne.

Eljero Elia (Hamburger SV, kam von Twente Enschede): Der 22 Jahre alte Niederländer schlug beim Hamburger SV schon am 2. Spieltag voll ein. Gegen Borussia Dortmund zauberte er im offensiven Mittelfeld und wurde von den Fans begeistert gefeiert. Er kam in allen 17 Hinrundenspielen zum Einsatz, stand 16 Mal in der Startelf. Mit fünf Toren und sieben Assists gehört er zu den Top-Scorern, seine 88 Dribblings sind spitze in der Bundesliga.

Maik Franz (Eintracht Frankfurt, kam vom Karlsruher SC): "Iron Maik" musste sich bis zum 4. Spieltag gedulden, bis er bei Eintracht Frankfurt sein Debüt in der Startelf feiern durfte. Seitdem hat er sich bei den Hessen aber unverzichtbar gemacht - und ist mit schon fünf Saisontoren der zweitbeste Torschütze der Eintracht. Zudem gewann er 64,6 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Mario Gomez (FC Bayern, kam vom VfB Stuittgart): Auf Mario Gomez ist Verlass, das durften auch die Fans des FC Bayern München erfahren. Der Nationalstürmer ließ sich auch von einem kleinen Tief mitte der Hinrunde nicht beeindrucken und ist mit acht Toren in 17 Bundesligaspielen bester Torschütze des Rekordmeisters. Seit dem 13. Spieltag war er immer für die Münchner erfolreich.

Sami Hyppiä (Bayer Leverkusen, kam vom FC Liverpool): Der Abwehr-Routinier aus Finnland verleiht der Hintermannschaft von Herbstmeister Bayer 04 Leverkusen große Stabilität. Bayers Defensive ist gemeinsam mit der des FC Schalke 04 (beide 13 Gegentore) die beste der Bundesliga und Hyppiä ist die Konstante. Er stand in der gesamten Hinrunde nur 16 Minuten nicht auf dem Platz, gewann zudem 64,3 Prozent seiner Kopfballduelle.

Andreas Ivanschitz (1. FSV Mainz 05, kam von Panathinaikos Athen): Ein Österreicher mischt die Bundesliga auf: Andreas Ivanschitz war ein zentraler Faktor für die starke Hinrunde des 1. FSV Mainz 05. Sechs Tore und sechs Assists belegen die starke Leistung des Mittelfeldspielers.

Marko Marin (Werder Bremen, kam von Borussia Mönchengladbach): Zwar kommt Dribbelkünstler Marko Marin bei Werder Bremen nur auf drei Scorerpunkte (zwei Tore, ein Assist). Der Nationalspieler ist aber mit seiner Schnelligkeit mit dafür verantwortlich, dass die Offensive von Werder Bremen auch nach dem Weggang von Regisseur Diego zu den besten der Bundesliga gehört. Er stand in allen 17 Hinrundenspielen in der Startelf.

Heinz Müller (1. FSV Mainz 05, kam vom FC Barnsley): Torhüter Heinz Müller trug seinen Teil zu starken Hinrunde von Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 bei. Mit 75,7 Prozent gehaltenen Bällen liegt der 31-Jährige unter den Stammkeepern der Bundesliga auf einem guten 6. Platz. Vor allem seine starken Reflexe auf der Linie sicherten den Mainzern einige Punkte.

Marco Reus (Borussia Mönchengladbach, kam von Rot Weiss Ahlen): Mit Marco Reus hat Borussia Mönchengladbach zu Saisonbeginn eine exzellenten Kauf getätigt. Der Mittelfeldspieler macht den abgewanderten Marko Marin in der Offensive fast schon vergessen und arbeitet auch in der Defensive stark mit. Auch dank seiner Leistung haben die "Fohlen" schon 21 Punkte auf dem Konto.

Arjen Robben (FC Bayern, kam von Real Madrid): Mit Arjen Robben hat die Bundesliga einen weiteren Star hinzubekommen. Der Niederländer erzielte vier Tore und gab drei Assists, was angesichts von nur neun Einsätzen (davon fünf Mal von der Bank) eine stattliche Ausbeute ist. Im Schnitt war der 25-Jährige alle 78 Minuten direkt an einem Treffer beteiligt, fast 60 Prozent seiner Dribblings waren erfolgreich.

Josip Simunic (1899 Hoffenheim, kam von Hertha BSC): Der Kroate kennt nach den Jahren bei Hertha BSC die Bundesliga wie seine Westentasche, war in Hoffenheim dementsprechend direkt eine große Verstärkung. Simunic gewann 68,6 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball - ligaweit ist das Platz 3 zusammen mit dem Mainzer Niko Bungert.

Zé Roberto (Hamburger SV, kam vom FC Bayern): Alter schützt vor Leistung nicht: Mit 35 Jahren ist Zé Roberto beim Tabellenvierten aus Hamburg immer noch einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga. Er erzielte bereits fünf Tore, gab zwei Assists und gewann 61,4 Prozent seiner Zweikämpfe - ein echter Allrounder.

Matthias Becker