Im Hinspiel gegen den FC Bayern betritt Joe Zinnbauer die Bundesliga-Bühne als HSV-Coach
Im Hinspiel gegen den FC Bayern betritt Joe Zinnbauer die Bundesliga-Bühne als HSV-Coach
Bundesliga

HSV: Realistisch und selbstbewusst gegen Bayern

Hamburg - Da saß er wieder in der Pressekonferenz vor einem Bundesliga-Spiel und antwortete den etlichen Journalisten auf deren Fragen über den bevorstehenden Nord-Süd-Klassiker Bayern München gegen den Hamburger SV am Samstag.

Nur Veh besser als Zinnbauer

Zum 100. Mal treffen beide Teams in der Bundesliga aufeinander. Eine Statistik, die HSV-Trainer Joe Zinnbauer nur am Rande interessiert. Der 44-Jährige komplettierte beim Heimsieg über Hannover 96 seine persönliche Hinrunde - seit 17 Partien ist er nun schon Coach des Bundesliga-Dinos.

Ex-Bayern Olic freut sich auf Rückkehr

Dass seine Mannschaft derzeit nicht in der Lage ist schönen und attraktiven Fußball zu spielen, gab Zinnbauer aber auch zu. "Wir spielen nicht schön, aber effektiv", so der HSV-Trainer. Besonders in den Fokus stellte der 44-Jährige die Laufleistung seiner Mannschaft. Gegen Hannover 96 waren die Hanseaten insgesamt 128,95 Kilometer gelaufen - Bundesliga-Saisonrekord. "Wir müssen mindestens noch einmal so viel laufen wie gegen Hannover um überhaupt gegen die Bayern eine Chance zu haben", betonte Zinnbauer.

Ein Vorbild an Einsatz ist Stürmer Ivica Olic. Der Wolfsburger Neuzugang spulte gegen 96 sagenhafte 13 Kilometer ab und das als Angreifer. "Im Moment sind wir spielerisch noch nicht so gut und müssen über den Kampf kommen, aber in Zukunft wird das besser werden und dann profitiere ich auch als Stürmer davon." Der 35-Jährige freut sich auf die Rückkehr an alter Wirkungsstätte. Zweieinhalb Jahre spielte der Kroate bei den Bayern und stand mit den Roten 2010 im Champions League-Finale (0:2 gegen Inter Mailand).

Olic weiß, wie den Bayern beizukommen ist. Im Trikot des HSV blieb er gegen die Bayern in drei Aufeinandertreffen unbesiegt (zwei Remis, ein Sieg). "Ich habe großen Respekt vor Guardiolas Team, aber keine Angst. Es wird wichtig sein, lange kein Gegentor zu bekommen. Aber vielleicht ist es jetzt noch der richtige Moment um gegen die Bayern zu spielen. Sie sind noch nicht in ihrer besten Verfassung."

Abschauen, so Olic, könne man sich etwas von den Schalkern, die in München ganz gut ausgesehen haben. Vielleicht gelingt dem Kroaten ausgerechnet gegen die Bayern sein erstes Tor für den HSV. "Wann ich mein erstes Tor schieße, ist nicht so wichtig. Wichtig sind die letzten sechs Punkte. Erst kommt das Team, dann komme ich", so Olic in gewohnt mannschaftsdienlicher Manier.

Aus Hamburg berichtet Alexander Barklage