Die Partien zwischen Werder Bremen und dem FC Schalke 04 sind regelmäßig von ganz besonderer Brisanz, nicht zuletzt weil die Begegnung ebenso regelmäßig das Prädikat Spitzenspiel trägt.

In dieser Saison sehen die Vorzeichen ein wenig anders aus. Wenn der FC Schalke 04 am Samstag Werder Bremen (ab 15 Uhr im Live-Ticker /Liga-Radio) empfängt, trifft der Neunte der Tabelle auf den Zehnten - per Definition kein Spitzenspiel, aber aufgrund der Konstellation ein Duell auf Augenhöhe.

Rutten vertraut seinem Team

Die Gastgeber wollen dringend die knappe Niederlage aus Hannover wettmachen, und zwar mit genau so viel Einsatz. "Wir müssen uns ein gutes Ergebnis erarbeiten", appelliert Trainer Fred Rutten an seine Spieler, "und wir gehen in Heimspiele immer, um zu gewinnen. In den beiden Pflichtspielen in diesem Jahr hat man gesehen, dass sowohl Kampfgeist als auch Organisation und Taktik da sind." Kevin Kuranyi und Orlando Engelaar, die sich in der Vorbereitung mit Blessuren plagten, sind wieder einsatzbereit, werden aber wohl nicht in der Startelf stehen. Mit an Bord ist außerdem Christian Pander nach überstandenen Knieproblemen.

Die Bilanz der letzten acht Duelle gegen Werder spricht durchaus für den S04 . Nur eine dieser Partien konnten die Bremer gewinnen, nämlich mit 5:1 im April 2008. Zudem sind die "Grün-Weißen" seit nunmehr sechs Gastspielen in Gelsenkirchen sieglos.

Punkten für den Anschluss

Im Lager der Bremer ist man sich der ernsten Lage bewusst. "Wenn wir gegen Schalke nicht punkten, wird es ganz eng, die internationalen Plätze noch zu erreichen", unterstreicht Cheftrainer Thomas Schaaf ohne Umschweife die Bedeutung der Partie.

Für Werder ist die Partie auch ein Kampf gegen die "zwei Gesichter". Im Achtelfinale des DFB-Pokals setzten sich die "Grün-Weißen" überzeugend mit 2:1 bei Borussia Dortmund durch, ehe sie nur vier Tage später vor heimischer Kulisse mit 1:2 gegen Arminia Bielefeld scheiterten. Neben den beiden gesperrten Akteuren Diego und Claudio Pizarro könnte Peter Niemeyer wegen einer Erkältung auf Schalke fehlen.


Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart

Eins steht schon jetzt fest: Beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart werden die Gastgeber einen neuen Zuschauerrekord aufstellen. Erstmals in der Geschichte werden weit mehr als 30.000 Zuschauer ein Bundesliga-Heimspiel der Werkself verfolgen können. Die Übergangs-Heimspielstätte LTU arena in Düsseldorf macht es möglich.

Personalsorgen hat Trainer Bruno Labbadia vor dieser Partie keine. Auch der Brasilianer Henrique hat sich von seiner Verletzung erholt, trainiert mit und wird wohl im Kader stehen. Wer jedoch den zweiten Innenverteidiger-Platz neben Manuel Friedrich einnehmen wird, ist laut Labbadia noch offen. Trotz seines Fehles gegen den BVB hat Lukas Sinkiewicz sich empfohlen. Während von den drei Neuen Toni Kroos aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann, werden Ersatztorwart Gabor Király und Stürmer Angelos Charisteas gegen Stuttgart bereits auf der Bank Platz nehmen.

Babbel will den Trend fortsetzten

Labbadias Gegenüber Markus Babbel bastelt noch akribischer an seiner Startelf. Cacau (Nierenkolik), Georg Niedermeier (Grippe) und Yildiray Bastürk (Wadenzerrung) fallen definitv aus, hinter dem Einsatz von Matthieu Delpierre (Rückenbeschwerden) steht noch ein Fragezeichen. Khalid Boulahrouz stünde als Alternative bereit.

Der VfB-Teamchef erwartet einen offensiveren Gegner als Mönchengladbach. "Dadurch erhoffen wir uns auch Platz für unsere Angriffe. Leverkusen ist eine sehr gute Mannschaft, die schnell und gut nach vorne spielt. Deshalb wird es darauf ankommen, dass wir kompakt stehen und die Zweikämpfe richtig annehmen", vermutet Babbel.


Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim

Zum Duell der Gegensätze kommt es im Stadion im Borussia-Park, wo Schlusslicht Borussia Mönchengladbach den Spitzenreiter 1899 Hoffenheim empfängt. Die Gastgeber haben deshalb durchaus Respekt. "In Hoffenheim ist eine Situation entstanden, die im Weltfußball im bezahlten Bereich einmalig ist", sagt Borussias Trainer Hans Meyer.

Der Aufschwung liege an der "unglaublich guten Mischung aus körperlicher Fitness und taktischer Disziplin" dieser Mannschaft. "Wie sie kollektiv gegen den Ball arbeitet, wie sie den Gegner bei Ballverlust stört und den Ball zurückerobert, das macht sie besser als jedes andere Team der Bundesliga", lobt Meyer.

Neuzugang Dante (Muskelfaserriss) steht noch nicht zur Verfügung. Jean-Sébastien Jaurès, der sich nach seiner Knieoperation weiterhin im Aufbautraining befindet, ist ebenfalls weiterhin nicht einsatzbereit.

Wenig Hoffnung auf Hildebrand

"Wir müssen bei Timo davon ausgehen, dass er ausfällt. Er wird erst noch einmal mit Torwart-Trainer Cesar Thier eine Einheit absolvieren. Dann werden wir sehen, ob er mit der Mannschaft trainieren kann", so Trainer Ralf Rangnick zum Thema Nummer eins. Bei einem Ausfall Hildebrands stünde Daniel Haas erneut zwischen den Pfosten. Gute Chancen auf einen Einsatz hat Chinedu Obasi. Der dribbelstarke Nigerianer konnte die letzten Einheiten mit der Mannschaft absolvieren. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Innenverteidiger Matthias Jaissle, der leichte Schmerzen im Knie verspürt.

"Die Borussia besitzt gute Offensivspieler, doch entscheidend ist, dass wir unser Spiel nochmals verbessern und einen weiteren Schritt nach vorne machen", fordert Rangnick.


Karlsruher SC - Hamburger SV

"Wir sollten uns auf Tugenden berufen, die wir zum Teil schon in Bochum gezeigt haben", lautet der Leitsatz von KSC-Chefcoach Ede Becker vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV.

Dabei gelte es vor allem defensiv gut zu stehen und die sich vor dem gegnerischen Tor bietenden Chancen besser zu nutzen. Neben dem Langzeitverletzten Maik Franz fehlt weiterhin Bradley Carnell wegen einer Zerrung. Zudem liegt Godfried Aduobe wegen eines Infekts flach und Michael Mutzel hat sich eine Muskelzerrung zugezogen. Immerhin hat Christian Eichner aber seine Grippe überwunden und wird damit wieder zum Kader zählen. Positive Eindrücke hat der KSC-Trainer von den beiden Neuzugängen Dino Drpic und Mahir Saglik gesammelt.

Bloß nicht abheben!

Nach dem DFB-Pokalerfolg gegen 1860 München (3:1) und dem 1:0-Sieg gegen Bayern München zum Rückrundenstart erwartet die "Rothosen" im Wildparkstadion eine ganz andere Herausforderung. "Wir müssen bis zum Ende kämpfen und rackern", weiß Trainer Martin Jol um die Bedeutung der Partie.

Guy Demel wies auf die gewachsene Struktur innerhalb der Mannschaft hin: "Zum Glück haben wir Spieler wie Frank Rost, David Jarolim oder auch Collin Benjamin, die mit ihrer Erfahrung dafür sorgen, dass wir mit den Füßen auf dem Boden bleiben." Für Jol ist die einzig offene Position die des Innenverteidigers neben Joris Mathijsen. "Dort müssen wir den Ausfall von Basti kompensieren. Dazu haben wir einige Alternativen", so der Trainer. Möglicherweise erhält Neuzugang Michael Gravgaard eine erste Chance in der Startelf.


Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln

Frankfurts dringlichste Baustelle vor der Partie gegen den 1. FC Köln ist die Position des Torwarts. Wahrscheinlich wird Markus Pröll gegen seinen Ex-Club auflaufen. "Wenn er keine Beschwerden mehr hat, dann wird er im Tor stehen. Oka Nikolov ist nach seiner überstandenen Verletzung noch nicht bei einhundert Prozent", sagt Friedhelm Funkel, der ebenfalls schon bei den "Geißböcken" aktiv war.

"Wenn es gegen den 1. FC Köln geht, dann bedeutet mir solch eine Begegnung schon etwas mehr als andere, denn Köln war eine sehr emotionale Station und ich habe nach wie vor sehr viele und gute Kontakte zu den Leuten dort", bestätigt der Eintracht-Trainer.

Zwei Leistungsträger zurück

Kölns Trainer Christoph Daum blickt zuversichtlich auf das Auswärtsspiel bei der Eintracht: "Wir müssen mit der Einstellung in das Spiel gehen, dass wir mindestens einen Punkt holen. Wir wollen als Aufsteiger in der Bundesliga für Furore sorgen und auch auswärts in Frankfurt ein Ausrufezeichen setzen."

Dabei kann er wieder auf die zuletzt gesperrten Milivoje Novakovic und Pedro Geromel zurückgreifen. Neben "Nova" wird Sergiu Radu von Beginn an stürmen. "Er hat in der Vorbereitungszeit einen guten Eindruck gemacht und im Spiel gegen Wolfsburg Unglaubliches geleistet. Er ist gegen den VfL viel gelaufen und hat zudem ein wunderbares Tor erzielt", so Daum.


VfL Wolfsburg - VfL Bochum

Als Wolfsburger-Cheftrainer konnte Felix Magath noch nie gegen Bochum gewinnen. "Wenn es uns gelingt, gemeinsam mit unseren Fans eine Einheit zu bilden, dann gibt es keinen Grund, warum wir nicht wieder an die Heimstärke anknüpfen können. Der VfL will nun auswärts nachlegen. Aber wir müssen gewinnen", fordert Magath die persönliche Premiere.

Beonderes Augenmerk werden die "Wölfe" dabei auf einen Ex-Mitspieler legen. Nach sechs Jahren bei den Niedersachsen und eineinhalb Spielzeiten in Dortmund wechselte Diego Klimowicz in der Winterpause nach Bochum. "Er ist stark im Strafraum, ein typischer Torjäger. Und natürlich wird er an alter Wirkungsstätte besonders motiviert sein", weiß Magath.

Wiederholung erwünscht

Mit sehr guten Erinnerungen reist Bochum nach Wolfsburg. Trotz Überlegenheit der Gastgeber entführte der VfL im April 2008 drei Zähler aus Wolfsburg, was seitdem übrigens keiner Mannschaft mehr gelang.

Cheftrainer Marcel Koller muss auf drei Spieler verzichten. Paul Freier, Marcin Mieciel und Oliver Schröder fehlen verletzt, Vahid Hashemian aufgrund des Todes seiner Mutter. Für den Iraner rückt Sinan Kaloglu in den Kader. "Siege tun gut und auch das Selbstvertrauen steigt", bewertet Koller den Auftakt gegen den KSC: "Es darf für uns allerdings kein Grund sein, sich zurückzulehnen."