Frankfurt am Main - Doublegewinner Bayern München und Vizemeister Schalke 04 fiebern dem Supercup am Samstag in Augsburg entgegen und die Verantwortlichen beider Clubs geben ein klares Ziel aus: den ersten Titel der Saison.

"Wir wollen den Titel nach München holen", sagte Christian Nerlinger, Sportdirektor des FC Bayern, am Dienstagvormittag auf der offiziellen Pressekonferenz zum Supercup in der DFL-Zentrale in Frankfurt am Main. Und auch Felix Magath, Coach von Schalke 04, macht kein Geheimnis aus seiner Zielsetzung: "Das ist ein Titel, den wir gerne hätten. Es wird Zeit, dass dieser Pokal auch nach Schalke kommt."

"Knüpfen an eine gute Tradition an"

Neben Nerlinger und Magath waren auch Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball und Andreas Rettig, Mitglied des Vorstands des Ligaverbands und gleichzeitig Geschäftsführer des Ausrichters FC Augsburg vor Ort.

"Mit dem Supercup knüpfen wir an eine gute Tradition an. Ein Wettbewerb, den wir schon in den 80er und 90er-Jahren erfolgreich durchgeführt haben. Wir wollten noch ein ergänzendes Format installieren", erkärte Rauball. "Schon bei den Relegationsspielen haben wir eine großartige Resonanz gehabt - sportlich und wirtschaftlich. Der Supercup ist jetzt die erste sportliche Entscheidung der Saison. Jeder gewinnt gerne Titel und Pokale und der Supercup ist eine Verbeugung vor den beiden besten Mannschaften der letzen Saison."

Die Attraktivität des wiederbelebten Wettbewerbs spiegelt sich auch bei den Ticketverkäufen wieder. "Wir können mit ausverkauftem Haus rechnen", sagte Rettig und ergänzte: "Raul als Attraktion ist sicher kein Nachteil für diesen Supercup."

Erster echter Härtetest

Schalkes neuer Superstar soll dabei helfen, dass nach einer starken Vorbereitung der "Knappen" auch der erste echte Härtetest vor dem Saisonstart ein Erfolgserlebnis wird.

"Wir sind sehr gut drauf und gut für den Supercup vorbereitet", sagte Magath. "Es ist ein Vorteil für uns, dass wir nur vier WM-Teilnehmer hatten und uns schon länger zusammen vorbereiten konnten. Diesen Vorteil wollen wir auch nutzen. "

Diese Tatsache beschäftigt auch Nerlinger: "Natürlich ist die Situation bei uns kompliziert, weil einige WM-Fahrer bis Montag erst zwei Trainingseinheiten hatten." Trotzdem sieht er dem Spiel zuversichtlich entgegen: "Der Supercup ist eine sehr gute Sache, ein sehr guter Test nach der Vorbereitung."