Als Arminia Bielefeld am Ende der Spielzeit 1999/00 abgestiegen war, war Artur Wichniarek nur einer von vielen unglücklichen und glücklosen Spielern der Ostwestfalen. Gegen Ende der Hinrunde war er von Widzew Lodz gekommen, hatte aber in 17 Spielen für die Arminen nicht ein einziges Mal getroffen.

In der Jugendabteilung von SKS 13 Posen begann dieser noch weitestgehend unbekannte Stürmer seine Laufbahn. Und zwar erst im Alter von 13 Jahren. 1993 debütierte Wichniarek als Profi bei KKS Lech Posen. Es folgten Stationen in Konin, wieder in Posen und Lodz, ehe er nach Deutschland kam.

Zwei Mal bester Torjäger

Nach jener Debütsaison gab es selbst auf der Alm viele Zweifler, was Wichniareks Fähigkeiten als Goalgetter anging. Doch schnell wurde allen klar, dass sich die Arminia ein kleines Juwel aus Polen geangelt hatte.

38 Tore schoss Wichniarek in den kommenden zwei Jahren für Bielefeld. Beide Male wurde er bester Torschütze der 2. Bundesliga. Aber erst seine 20 Treffer anno 2001/02 stimmten ihn froh, denn sie verhalfen dem DSC zum Aufstieg.

Aufstieg zu "König Artur"

Seither kennt man den Polen nur noch unter dem Namen "König Artur". Ein Jahr später jedoch verlegte ihre Hoheit den Amtssitz in die Hauptstadt. Doch der Wechsel nach Berlin brachte Wichniarek keinen Erfolg. Nur vier Mal traf er in zweieinhalb Jahren für Hertha BSC. Und so kehrte er schließlich in der Winterpause 2006 in sein altes Revier zurück.

Der "Instinktfußballer", wie ihn sein einstiger Berliner Trainer Falko Götz beschrieb, spielte, als hätte er Bielefeld nie verlassen und schoss in den kommenden drei Spielzeiten je mindestens zehn Tore (insgesamt 33 Treffer). Doch 2008/09 reichten seine 13 "Buden" nicht. Arminia stieg ab. Ein weiteres Mal.

Zweite Chance

Wieder ereilte den Polen der Lockruf aus Berlin. Und wieder konnte der Rekordtorschütze der Bielefelder Bundesliga-Geschichte (45 Tore) nicht widerstehen. "Ich will diese zweite Chance nutzen und wiedergutmachen, dass es beim ersten Mal nicht so geklappt hat bei Hertha", gab Wichniarek bei der Vertragsunterschrift bekannt.

Die Zukunft wird zeigen, ob sich die rund 325 Kilometer lange Reise von Bielefeld nach Berlin gelohnt hat. Die Zukunft wird zeigen,ob "König Artur" von Bielefeld im zweiten Anlauf auch in der Millionenmetropole Berlin geadelt werden wird.

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