Bremen - Für Neuzugang Santiago Garcia hat in Bremen die Eingewöhnungsphase begonnen, dabei helfen soll ein Landsmann und ein Ritual aus der Heimat. Franco Di Santo, ebenfalls erst seit zwei Wochen in Bremen, ist für den neuen Linksverteidiger schnell zu einem guten Freund geworden. "Franco ist sehr wichtig für mich. Es ist schön einen Anlaufpunkt zu haben", erzählt der 25-Jährige.

Die beiden Neu-Bremer bewahren sich auch in ihrer neuen Heimat ein Stück argentinischer Kultur. "Wir gehen spazieren, gucken uns die Stadt an, setzen uns irgendwohin und trinken Mate-Tee", berichtet Di Santo gegenüber der "Kreiszeitung Syke". Die neuen Freunde wollen nicht nur abseits des Platzes gemeinsam aktiv sein, sondern auch im Verein viel zusammen bewegen.

Chance auf Stammformation mit Argentinien-Duo



Auf dem Trainingsplatz schieben die beiden Sonderschichten, um möglichst schnell ihren Rhythmus zu finden. Di Santo ist Garcia noch einen Schritt voraus, hat er doch schon zwei Bundesliga-Einsätze auf dem Konto. Aufgrund der Personalnot im Werder-Kader ist die Chance auf eine Stammformation mit dem Argentinien-Duo durchaus realistisch. Die Freunde könnten schnell gemeinsam auf dem Spielfeld stehen.

Alles andere als schnell verlief der Transfer des Verteidigers vom US Palermo nach Bremen. Bevor Garcia überhaupt wechseln konnte, musste die FIFA entscheiden, ob die Kündigung seines Vertrags in Palermo rechtens war. Außerdem kam für die Bremer Verantwortlichen erschwerend hinzu, dass sich der chilenische Verein Club Social de Deportes Rangers einen Teil der Transferrechte gesichert hatte. Dennoch klappte es kurz vor Transferschluss mit dem Wechsel des 25-Jährigen.

Bitteres Debüt im Testspiel



"Wir freuen uns jetzt auf einen neuen dynamischen Verteidiger in unserem Team", erklärte Geschäftsführer Thomas Eichin. Garcia, der auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, spielte insgesamt 56 Mal in der Serie A. Auf 21 Einsätze kam er im Trikot von Novara Calcio und für den US Palermo absolvierte er 35 Partien in der höchsten Spielklasse Italiens, in denen er zwei Tore erzielte. Letzte Saison stiegen die Sizilianer aus der Serie A ab. Probleme mit den Fans waren angeblich der Grund für die Kündigung seines Vertrages bei Palermo.

Sein Debüt für Werder Bremen feierte Santiago Garcia im Testspiel gegen St. Pauli, das 1:4 verloren ging. Den Einstand hätte sich der Verteidiger sicherlich anders vorgestellt. Wenn am nächsten Spieltag Eintracht Frankfurt im Weserstadion gastiert, will er den nächsten Schritt machen. Dann mit einem besseren Ausgang - und vielleicht gemeinsam mit seinem Kumpel Di Santo auf dem Rasen.

Sebastian Blome