Der zweimalige Weltmeister Argentinien findet in der WM-Qualifikation in die Erfolgsspur zurück.

Alfio Basile fielen nach dem 2:1 (2:1)-Erfolg im Duell mit Uruguay Zentnerlasten von den Schultern. "Man versuchte mich von allen Seiten zu töten", echauffierte sich der nach fünf Spielen ohne Sieg in die Kritik geratene Nationaltrainer der "Gauchos", gab aber zu: "Das Ergebnis war fundamental."

Brasilien und Chile können gleichziehen

Auf einen Ausrutscher von Paraguay warteten die Argentinier dagegen vergeblich. Der Spitzenreiter der südamerikanischen WM-Qualifikation verdarb mit einem 1:0 (1:0) in Bogota das Debüt von Kolumbiens Interimscoach Eduardo Lara. Mit 20 von 27 möglichen Punkten führen die "Albirrojas" die Eliminatorias nach der Hinrunde souverän vor Argentinien (16) an.

Brasilien (in Venezuela) und Chile (in Ecuador) können am Sonntagabend mit Siegen noch mit den Argentiniern nach Punkten gleichziehen. Am Tabellenende gab Bolivien die Rote Laterne durch ein 3:0 (2:0) an Gegner Peru ab.

Messi erleichtert

Argentinien musste aber das Ende der Negativserie teuer erkaufen. Spielmacher Juan Roman Riquelme, der trotz der Reservistenrolle im Training unter der Woche von Beginn an auflief, sowie Stürmer Carlos Tevez werden dem Tabellenzweiten beim Rückrunden-Auftakt am Mittwoch in Chile fehlen.

Dennoch überwog die Freude über das Erfolgserlebnis. "So einen Sieg haben wir gebraucht", bekannte Barcelonas Starstürmer Lionel Messi, der selber das 1:0 (6.) erzielte. Doch nach dem 2:0 durch Sergio Aguero (13.) beendete Uruguays Diego Lugano mit dem Anschlusstor (40.) die Spielherrlichkeit der Gastgeber.

Danach fand vor 48.000 Zuschauern im Monumental-Stadion von Buenos Aires das schon gewohnt harte Einsteigen der Spieler der beiden Uferstaaten des Rio de la Plata statt. "Die sind hierhergekommen, um uns zu packen", beklagte Messi. Zu den Opfern der "Uru"-Härte gehörte auch der Münchner Martin Demichelis. "Sein Bein ist grün und blau von den Tritten", wetterte Basile.

Paraguay mit Mühe

Hauptsache gewonnen, hieß es auch für Spitzenreiter Paraguay, der durch eine zum Torschuss verunglückte Flanke von Salvador Cabanas schon nach sieben Minuten in Führung ging, dann aber vor 30.000 Zuschauern im Stadion El Campin das Ergebnis nur noch verwaltete. Und während der Dortmunder Nelson Valdez nicht seinen besten Tag im "Albirroja"-Trikot erwischte, war Wolfsburgs Jonathan Santana wegen seiner Gelbsperre nur Zuschauer.

Wegen einer drastischen Rotstrafe musste auch Peru ohne den Hamburger Torjäger Paolo Guerrero auskommen und war damit leichte Beute für Bolivien, das durch einen Doppelschlag von Joaquin Botero (5./17.) sowie ein Tor durch Ronald Garcia (82.) vor nur 15.000 Fans den zweiten Eliminatorias-Sieg in der Höhe von La Paz einfuhr. Die Gäste verloren zudem den Schalker Carlos Zambrano wegen einer Gelbsperre für das Gastspiel am Mittwoch in Paraguay.