Argentinien im Porträt

Geschichte des Fußballs in Argentinien:

Erst waren es englische Seeleute, die sich gegen 1840 mit dem Kicken in Hafennähe die Zeit vertrieben, dann auch englische Einwanderer, die 1867 den Buenos Aires Footbal Club ins Leben riefen. Schon Ende des 19 Jahrhunderts aber war der Funke auf die heimische Bevölkerung übergesprungen und der Fußball trat einen unaufhaltsamen Siegeszug zum populären Massensport an, von allen gesellschaftlichen Schichten geliebt und praktiziert. Bereits 1901 trug eine Nationalmannschaft ihr erstes Länderspiel aus. Allein 14 Titel bei der Copa America, dazu zwei WM-Titel, zwei Mal Olympia-Gold und ein Sieg im Confed-Cup zeigen die Ausnahmestellung der "Albiceleste", der "Weiß-Himmelblauen". Der letzte große Sieg liegt mit dem Gewinn der Copa America 1993 allerdings schon 21 Jahre zurück. Profi-Fußball wird in Argentinien schon seit 1931 gespielt; die Primera División in ihrer heutigen Form als höchste Spielklasse gibt es seit 1985. Die bekanntesten Vereinsmannschaften sind Rekordmeister River Plate (36 Meisterschaften) und Stadtrivale Boca Juniors (24), deren Aufeinandertreffen im "Superclásico" in Buenos Aires legendär ist. Bereits 22 Mal konnten argentinische Vereine die Copa Libertadores gewinnen - Rekord und ein weiterer Beleg für die dominante Rolle Argentiniens im südamerikanischen Fußball.

WM-Geschichte:

Stars und Trainer:

Sergio Agüero, Angel di María, Gonzalo Higuaín - eine überragende Offensive, aus der einer noch herausragt: Lionel Messi. Vier Mal in Folge zum Weltfußballer des Jahres gewählt (2009-2012), verkörpert der 26-Jährige alles, was einen begnadeten Fußballer ausmacht. Ausgerechnet im Nationaltrikot konnte er das aber lange Zeit nicht abrufen; 2010 in Südafrika traf Messi in fünf Spielen kein einziges Mal und blieb auch bei Argentiniens Pleite bei der Copa América 2011 blass. Seit er nicht mehr die alleinige Last trägt, blüht Messi aber in der Albiceleste auf und überzeugt als Kapitän, Vorbereiter und Torjäger. Der Mann, der den Superstar endlich in die Nationalmannschaft eingebunden zu haben scheint, sitzt auf der Trainerbank: Alejandro Sabella hat das Team 2011 übernommen und gilt als gewiefter Stratege, obwohl er als Cheftrainer vergleichsweise wenig Erfahrung mitbringt. Viele Jahre arbeitete der 60-jährige Ex-Profi als Assistent von Daniel Passarella, u.a. bei River Plate sowie in der Nationalelf Argentiniens und Uruguays. Sein Cheftrainer-Debüt 2009 bei Estudiantes de la Plata endete gleich mit dem Gewinn der Copa Libertadores. 

Argentinien und die Bundesliga: