Friedrichsruhe - Das Warten beim VfB Stuttgart auf die letzten drei WM-Fahrer hat ein Ende. Am Montagmittag erreichten Cacau, Serdar Tasci und Khalid Boulahrouz das Wald- und Schloßhotel Friedrichsruhe.

Die beiden deutschen Nationalspieler, die den 3. Platz in Südafrika belegten, und der Vize-Weltmeister Khalid Boulahrouz, der mit der niederländischen Auswahl im Finale knapp an Spanien scheiterte, hatten aufgrund der langen Turnierteilnahme noch länger Urlaub bekommen und beginnen ab heute mit ihrer Vorbereitung auf die Saison.

"Man erkennt langsam, was wir erreicht haben"

"Ich habe die Ruhe nach der WM gebraucht und musste abschalten. Die Belastung und der Druck waren extrem hoch. Ich habe mit meiner Frau und meinen Kindern Urlaub in Brasilien gemacht und am Strand mit den Kindern gespielt", sagte Cacau, der sein Tor im WM-Gruppenspiel gegen Australien nach seiner Einwechslung als emotionalsten Moment seiner Karriere ansieht.

Frust über das verpasste Finale habe der Stürmer nur noch wenige Tage nach der Ankunft in Deutschland verspürt. "Das ist mittlerweile abgehakt und man erkennt langsam, was wir erreicht und geleistet haben", so der gebürtige Brasilianer. "Jetzt freue ich mich auf die Aufgaben beim VfB und bin hochmotiviert und vom Kopf her noch ein Stück gereift, durch die Erlebnisse bei der WM."

"Freue mich darauf, wieder Fußball zu spielen"

Das Turnier verlief zwar für Serdar Tasci persönlich nicht wunschgemäß, trotzdem zeigte sich der Innenverteidiger zufrieden. "Ich war schon ein paar Tage enttäuscht hinterher, aber ich war ein Teil des Teams, das den 3. Platz erreicht hat. Die Mannschaft hat super harmoniert, da kann man nur jedem einzelnen gratulieren", so Tasci, der die vergangenen drei Wochen zum Abschalten und Kraft tanken genutzt hat. "Jetzt freue ich mich auf die neue Saison und darauf, wieder Fußball zu spielen."

"Es wird ein heißer Kampf. Ich bin bereit!"

Als Vize-Weltmeister kehrte Khalid Boulahrouz zwar als erfolgreichster Nationalspieler des VfB von der WM zurück, aber natürlich war auch bei ihm die Enttäuschung über den verpassten Titel kurz nach dem verlorenen Finale groß.

"Wir haben eine riesige Chance verpasst, worüber wir alle traurig waren. Aber das ganze Turnier war eine tolle Erfahrung und in zwei Jahren probieren wir es einfach bei der EM wieder mit dem Titelgewinn", sagte der Holländer, der sich für die anstehende Saison viel vorgenommen hat. "Mein Anspruch ist es, so viel wie möglich zu spielen. Am liebsten in der Innenverteidigung. Alle fangen wieder bei null an und müssen sich neu beweisen. Ich bin gut drauf, fühle mich fit und will mich durchsetzen. Aber die Konkurrenz ist sehr groß, es wird ein heißer Kampf. Ich bin bereit!"

Während der Rest der Mannschaft am Nachmittag frei hat, absolvieren Cacau, Tasci und Boulahrouz eine separate Einheit.