Zusammenfassung

  • Mit dem "Spielerversteher" Carlo Ancelotti weht ein neuer Wind an den Säbener Straße.
  • Neuzgang Mats Hummels macht die Bayern-Defensive noch besser.
  • Der Rekordmeister geht als Top-Favorit auf die Meisterschaft in die neue Saison.

Köln - Beim FC Bayern München dürfte nach der Verpflichtung von Carlo Ancelotti als neuem starken Mann an der Seitenlinie in der kommenden Bundesliga-Saison einiges anders werden - auf und neben dem Platz. Grund genug für bundesliga.de, die "neuen Bayern" genauer unter die Lupe zu nehmen.

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"Ancelotti gibt keine Befehle, er überzeugt", das sagt nicht irgendwer über den neuen Trainer des Rekordmeisters, sondern Arrigo Sacchi. "Er hat Sensibilität, Fantasie und riesige Kenntnisse im Fußball-Bereich, die er mit seinen großartigen internationalen Erfahrungen bereichert hat. Es ist schwierig, einen besseren Trainer zu finden", führt die 70-jährige Trainer-Legende weiter aus. Dass Ancelotti in München funktionieren wird, steht für den taktischen Ziehvater des neuen Bayern-Trainers ebenfalls außer Frage: "Bayern ist ein leuchtendes Beispiel weiser Verwaltung, langfristiger Planung und einer einmaligen Kompetenz. Carlo findet ein ideales Umfeld für seine Ambitionen vor."

Doch kann Ancelotti seinen zu Manchester City abgewanderten Vorgänger, Pep Guardiola, bei den Bayern wirklich so schnell vergessen machen? Vermutlich schon. Die Anzeichen, dass der 57-Jährige beim Rekordmeister funktionieren wird, verdichten sich zunehmend. Der Italiener gilt als absoluter Spielerversteher mit großen Kompetenzen in Sachen Menschenführung.

Ancelotti: Stärken in der Menschenführung

© gettyimages

"Er weiß, wie man mit Spielern umgeht", lobte Franck Ribery im Gespräch mit dem "kicker" auch prompt den neuen Trainer. "Es kommt auf Respekt und Nähe an, dann kann ich nicht nur 100 Prozent geben, sondern 150 Prozent", führte der Starspieler weiter aus. Gerade Spielern, die dringend das volle Vertrauen ihres Trainers benötigen, um Top-Leistungen abrufen zu können, dürfte Ancelottis Kommunikationsstil also durchaus zu Gute kommen.

Aber nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf dem Platz wird es bei den Bayern Neues zu sehen geben - was aber nicht nur an den Top-Neuzugängen Mats Hummels und Renato Sanches liegen wird. Denn Ancelotti gilt als taktisch so flexibel, dass er bereit ist, das System an seine Spieler anzupassen. Einzig in der Defensive hielt der 57-Jährige in seiner bisherigen Karriere am Konzept der Viererkette fest.

Im Video: Bayern stellt die Neuen vor

Anlass zur Sorge dürfte dieser Mannschaftsteil den Münchnern aber ohnehin nicht bieten. Mit Jerome Boateng und Neuzugang Mats Hummels hat man nun schließlich die zwei vermutlich besten Innenverteidiger der Bundesliga in den eigenen Reihen.

Zusätzlich wird der frisch gebackene Europameister Renato Sanches das Bayern-Mittelfeld nochmals verstärken. "Bei der Europameisterschaft hat man gesehen, welche Qualität er trotz seiner jungen Jahre schon hat", zeigt sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit der Verpflichtung des 18-Jährigen zufrieden. Das Top-Talent wechselte für eine Ablösesumme von rund 35 Mio. Euro von Benfica Lissabon in die Bundesliga.

Als Favorit in die neue Bundesliga-Saison

Doch auch wenn sich bei den Bayern in diesem Sommer einiges geändert hat, dürfte eines auch in der kommenden Saison unverändert bleiben: Im Kampf um den Meistertitel gehen die Münchner erneut als absolute Favoriten in die neue Bundesliga-Saison. Lediglich die Anhänger von Borussia Dortmund dürften das natürlich anders sehen und mehrheitlich mit auf die Meistertitel für die Schwarz-Gelben hoffen.

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Es scheint also so, als würde es in der kommenden Bundesliga-Saison erneut auf ein Duell der beiden Top-Clubs hinauslaufen, das beim Supercup 2016 am kommenden Sonntag (14. August) seinen Auftakt finden wird. Und so bleibt dann igendwie doch alles beim Alten.