Diese beiden Mainzer Profis stehen für eine Leidensgeschichte. Und ab sofort für die Hoffnung auf einen Neuanfang. Chadli Amri und Filip Trojan nähern sich derzeit nach schier unendlicher Verletzungsmisere sukzessive und beinahe im Gleichschritt dem Status eines vollwertigen Trainingsspielers.

In den vergangenen Wochen haben sich beide in mühsamen Stunden des Individual- und Aufbautrainings mit Fitnesscoach Axel Busenkell zurückgekämpft, nun absolvieren sie nach und nach wieder beinahe das komplette Mannschaftstraining.

Amris Misere begann vor fast genau einem Jahr im Oktober 2008. Ein Mittelfußbruch warf den schnellen Offensivspieler nach dem 5:0-Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden aus der Bahn. Amri schaffte zwar im Saisonfinale das Comeback, erlitt aber just beim Trainingsauftakt dieser Saison Ende Juni nach einem Schlag gegen den lädierten Fuß einen Rückfall.

Gravierender als zuvor angenommen

Trojan absolvierte sein letztes Pflichtspiel im vergangenen April noch im Trikot des FC St. Pauli. Als der Mittelfeldspieler im Sommer in Mainz vorstellig wurde, entpuppte sich seine Meniskusverletzung als gravierender als zuvor von den Hamburger Ärzten angenommen.

Am Samstag nun sollen beide im Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden (14:30 Uhr) ihr sportliches Comeback geben. Gemeinsam mit dem ebenfalls nach langer Verletzungspause wieder genesenen Eugen Polanski, der bereits beim vergangenen Ligaspiel gegen 1899 Hoffenheim wieder auf der Mainzer Bank saß, stehen beide damit vielleicht in absehbarer Zeit wieder als echte Alternativen auf der Kaderliste von Coach Thomas Tuchel.