Nicht nur für die Spieler und die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg haben sich in den letzten Tagen die Ereignisse überschlagen, sondern auch und vor allem für Lorenz-Günther Köstner.

Aus dem soeben erst aufgeschlagenen Trainingslager der zweiten Mannschaft eilte der 57-Jährige noch am Montag nach Niedersachsen zurück, um tags darauf bereits das erste Training der Profis zu leiten - und auch erstmals als Cheftrainer der "Wölfe" Rede und Antwort zu stehen.

Frage: Wann haben Sie erfahren, dass Sie die Profi-Mannschaft übernehmen sollen?

Lorenz-Günther Köstner: Das erste Mal kontaktiert worden bin ich Sonntagabend. Da hieß es aber nur, dass man sich am Montag beraten und dann eine Entscheidung treffen würde. Ich habe überhaupt nicht überlegt und auch nichts gefordert. Dass man mich mit dieser Verantwortung betraut, ist ein großer Vertrauensvorschuss, und mir war sofort klar, dass ich das mache.

Frage: Was werden die ersten Maßnahmen sein?

Köstner: Als erstes werde ich mich mit der Mannschaft beschäftigen, Gespräche führen und mir einen Eindruck verschaffen. Es sind nur drei bis vier Tage bis zum ersten Spiel, da bleibt nicht viel Zeit. Grundsätzlich habe ich in diesem Jahr beim VfL aber ein sehr gutes Umfeld mit fantastischen Fans sowie gleich zwei tolle Mannschaften kennengelernt. Deshalb kämpfe ich um die Sache und darum, dass die Erfolge bald wieder kommen. Wie schnell man an die Mannschaft herankommt, wird man sehen. Aber ich laufe nicht davon, sondern stelle mich dieser Aufgabe und gehe mit Freude an die Sache heran.

Frage: Welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft?

Köstner: Das Team hatte keine einfache Vorrunde und hat neun Spiele lang nicht gewonnen, deshalb müssen wir als erstes die Verkrampfung lösen. Gefragt ist jetzt absolute Leistungsbereitschaft. Insofern geht es darum, jedem Einzelnen klar zu machen, sich voll auf den Beruf zu konzentrieren und an sein Limit zu gehen. Grundsätzlich haben wir hier aber eine hervorragende Mannschaft mit einem sehr guten Innenleben, das hat sie schon oft genug gezeigt.

Frage: Haben Sie Angst vor dem anstehenden Programm?

Köstner: Das kann ich mir ohnehin nicht aussuchen, aber natürlich habe ich keine Angst. Wir gehen an die Spiele heran, um sie erfolgreich zu bestreiten. Dabei geht es zunächst mal nicht darum, schön zu spielen, sondern einen Schritt nach dem anderen zu tun, zu kämpfen und vor allem Punkte zu holen. Momentan geht es einzig und allein darum, erfolgreich zu sein. Alles andere kommt dann später von allein.

Das vollständige Interview finden Sie auf der Webseite des VfL Wolfsburg.