Bundesliga

Als die Bayern 0:6 verloren - Kuriositäten am 1. Spieltag

Köln - Am 18. August startet die Bundesliga in ihre 55. Saison (>>> Zur Spielplan-Sonderseite). Trainer, Spieler, Club-Verantwortliche und Fans fiebern schon jetzt auf den ersten Auftritt ihrer Mannschaft hin. Stimmt die Form, war die Vorbereitung gut, sind die neuen Spieler schon integriert? Der 1. Spieltag wirft immer viele Fragen auf - und hat in der Vergangenheit auch schon für einige Kuriositäten gesorgt.

Zieht man nur die Ergebnisse der ersten Spieltage der vergangenen 54 Jahre zu Rate, dann wäre der FC Bayern München der unumstrittene ewige Meister. In ihren bisher 52 Auftaktspielen (seit der FCB 1965 aufgestiegen ist) holten die Münchner, auf die Drei-Punkte-Regel umgerechnet, sagenhafte 109 Punkte - im Schnitt 2,1 pro Spiel und eine Siegquote von 63,5 Prozent. Kein anderer Club kann da auch nur annähernd mithalten. Der VfB Stuttgart kommt auf 80 Zähler (in 51 Auftaktpartien), Bundesliga-Dino Hamburger SV auf 75 (bei 54 Spielen, Siegquote 35 Prozent). Stuttgart liegt damit genauso wie Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg bei durchschnittlich 1,6 Punkten pro Match am 1. Spieltag.

Kießling und der Hunter als Serientäter

Am ersten Spieltag gegen den amtierenden Deutschen Meister zu spielen, verspricht übrigens selten ganz große Erfolge. Denn nur ein einziges Mal wurde eine Mannschaft, die zum Auftakt auf den Titelverteidiger traf, am Ende selbst Deutscher Meister. Dieses Kunststück gelang 1997/98 ausgerechnet einem Aufsteiger. Der 1. FC Kaiserslautern siegte nach seiner Rückkehr gleich mit 1:0 bei den Bayern und marschierte zum Titelgewinn durch.

Ein weiterer Aufsteiger sorgte 2013 für Furore. Hertha BSC meldete sich mit einem beeindruckenden 6:1 gegen Eintracht Frankfurt zurück in der Bundesliga. Die Berliner waren damit der erste Aufsteiger, der zum Saisonstart sechs Tore erzielte.

Bellarabi war der Schnellste

Dass frühe Erfolge nicht unbedingt zum Erreichen des Saisonziels führen müssen, bekam Hansa Rostock 1991 zu spüren. Der letzte DDR-Meister siegte in seinem ersten Bundesliga-Spiel mit 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg - es war der höchste Auftaktsieg eines späteren Absteigers in der Ligageschichte. Denn obwohl Hansa nach dem 7. Spieltag sogar Tabellenführer war, ging es schließlich in die 2. Bundesliga.

Stefan Kießling und Klaas-Jan Huntelaar sind indes die Serietäter der Liga. Beide waren in vier aufeinander folgenden Jahren jeweils am 1. Spieltag als Torschütze erfolgreich. Das schaffte außer diesem Duo niemand.

Der Schnellste in der Geschichte der Bundesliga ist jedoch Karim Bellarabi. Der Leverkusener Nationalspieler traf 2014 am 1. Spieltag gegen Borussia Dortmund schon nach neun Sekunden - keiner traf je früher in einem Spiel oder einer Saison. Kevin Volland war ein Jahr später zwar auch in einer Partie nach neun Sekunden zur Stelle, aber erst am 2. Spieltag der Saison.

Das vielleicht denkwürdigste Auftaktmatch der Bundesliga-Geschichte war jedoch das Eröffnungsspiel 2004/05. Die Begegnung zwischen Bremen und Schalke wurde aufgrund eines Stromausfalls im Weserstadion (durchgebrannte Starkstrommuffe) 65 Minuten später angepfiffen. Den 1:0-Siegtreffer erzielte Nelson Valdez in Spielminute 84. Es war 23:15 Uhr und so wurde sein Treffer zum spätesten Bundesliga-Tor der Geschichte.

>>> Zur Spielplan-Sonderseite