Alfred Finnbogason bejubelt seinen Treffer gegen Argentinien - © gettyimages / Gabriel Rossi
Alfred Finnbogason bejubelt seinen Treffer gegen Argentinien - © gettyimages / Gabriel Rossi
Bundesliga

Augsburg-Angreifer Alfred Finnbogason schreibt für Island WM-Geschichte

Köln – Schon jetzt hat Alfred Finnbogason WM-Geschichte geschrieben. Der Stürmer des FC Augsburg hat den ersten Treffer für Island bei einer Weltmeisterschaft erzielt. Für ihn könnte es ein großes Turnier werden.

Video: Finnbogason rechtzeitig in WM-Form

Wieder einmal mehr bewies Alfred Finnbogason den Instinkt eines richtigen Torjägers, als er im Gewühl des argentinischen Strafraums genau richtig stand – und aus sechs Metern zum 1:1 vollstreckte – gleichzeitig auch der Endstand in einer Partie bei dem seine Elf als klarer Außenseiter galt. "Es ging alles sehr schnell, ich hatte keine Zeit, um zu denken. Wenn man nicht denkt, dann passieren gute Sachen", erklärte er hinterher

22 Bundesliga-Tore in 49 Spielen

Etwas mehr als 300.000 Einwohner hat Island – ungefähr so viel wie die Stadt Augsburg – und trotzdem konnte die Mannschaft den Weltstars um Lionel Messi, Sergio Agüero und Co. Paroli bieten. Finnbogason sagt: "Es war vergleichbar mit dem ersten Spiel bei der Europameisterschaft 2016 gegen Cristiano Ronaldo und Portugal. Wir haben es damals auch geschafft, den Gegner 90 Minuten lang zu frustrieren und einen Punkt mitzunehmen."

Finnbogason nimmt inzwischen einen weit wichtigen Part als 2016 ein, als er nur Ergänzungsspieler war. Der Augsburger hat sich seinen Stammplatz im Sturmzentrum auch dank seiner Leistungen in der Bundesliga erarbeitet. Zwölf Tore erzielte er in der vergangenen Saison. Insgesamt kommt der Isländer in 49 Spielen auf 22 Bundesliga-Tore. Eine beachtliche Quote. Finnbogason besticht durch seinen Antritt, sein Kopfballspiel und seine Vollstrecker-Qualitäten, hat dabei aber auch stets das Auge für seine Mitspieler.

- © imago / Imaginechina

"Wenn man nicht denkt, dann passieren gute Sachen" Alfred Finnbogason

Vor zwei Monaten stand die WM-Teilnahme aber noch auf Messers Schneide. Eine zähe Wadenverletzung verbannte Finnbogason ab Anfang Februar für zehn Bundesliga Partien zum Zuschauen. Doch gleich bei seinem Comeback gegen Mainz, meldete sich der Angreifer mit einem Tor und einer Vorlage zurück – um sich gerade rechtzeitig in WM-Form zu präsentieren.