Abu Dhabi - Mit 3:1 (1:1) hat die Eintracht ihr Testspiel gegen Al Ain im Rahmen des Wintertrainingslagers in Abu Dhabi gewonnen. Die Tore in der insgesamt einseitigen Begegnung erzielten Piazon (44.), Meier (66., 72.) für die SGE und Kembo Ekoko (8.) für Al Ain.

Die Eintracht war im Hazza Bin Zayed Stadion vom Start weg die tonangebende Mannschaft – umso überraschender fiel das frühe Führungstor von Al Ain nach einem der wenigen schnellen Gegenzüge der Gastgeber: Angreifer Kembo Ekoko kam an der Strafraumkante zum Abschluss und sein satter Schuss wurde so unglücklich abgefälscht, dass er über Keeper Felix Wiedwald hinweg ins Tor segelte – keine Chance für unseren wieder genesenen Schlussmann (8.).

Die Adlerträger ihrerseits drängten gegen einen extrem passiven Gegner mit Macht in die gegnerische Hälfte und zeigten dabei teilweise ansehnliche Kombinationen. Die besten Chancen hatten der auf der rechten Außenbahn agile Vaclav Kadlec (5., 22.) und Alex Meier mit einem etwas zu hoch angesetzten Schlenzer aus 17 Metern (25.). Insgesamt fehlte den Schaaf-Schützlingen nach harten Trainingseinheiten in den letzten Tagen die letzte Entschlossenheit und Durchschlagskraft im gegnerischen Sechzehnmeterraum.

Eintracht macht von Beginn an viel Druck

Während Kembo Ekoko mit einer guten Gelegenheit an Wiedwald scheiterte (27.) und das zweite Tor verpasste, machte es Lucas Piazon kurz vor dem Pausenpfiff besser und traf zum hochverdienten 1:1-Ausgleich für die SGE: Bastian Oczipka tankte sich auf der linken Seite wunderbar durch und gab von der Torauslinie perfekt zurück auf Piazon; der ließ mit einem feinen Trick Torwart und Innenverteidiger aussteigen und löffelte die Kugel ins Netz – ein sehr schöner Treffer (44.).

Und die Eintracht machte zu Beginn des zweiten Durchgangs genauso offensiv weiter: Der eingewechselte Jan Rosenthal hatte dabei die erste gute Schusschance aus der Distanz (50.). Kurz darauf hatten auch Haris Seferovic (51.) und vor allem der ebenfalls gebrachte Martin Lanig nach gutem Zuspiel von Kadlec (52.) große Gelegenheiten, die SGE in Front zu bringen.

Die Adlerträger versuchten im zweiten Abschnitt gegen harmlose Hausherren noch mehr und kamen noch häufiger zum Abschluss. Dennoch hatte auch Al Ain die Chance, auf 2:1 zu stellen, doch Khalifa konnte den Ball nach einer scharfen Hereingabe von der linken Seite nur noch ans Außennetz bugsieren (64.). Fast im Gegenzug traf dann die SGE zur Führung: Rosenthal reagierte klasse bei einem zu kurzen Abwurf des Schlussmanns und passte direkt auf Meier. Einen Tag nach seinem 32. Geburtstag ließ sich der Angreifer nicht lange bitten und schob den Ball überlegt aus 16 Metern ins lange Eck (66.).

Meier macht per Kopf alles klar

Das 3:1 fiel dann nach einer Maßflanke von Kinsombi von der rechten Seite: In der Mitte stieg Meier einmal mehr am höchsten und köpfte klasse gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 3:1 ein (72.). Die SGE hatte in der Schlussphase der Partie alles im Griff und ließ keine Torchance des Gegners mehr zu. Vielmehr hatte der eingewechselte Yusupha Yaffa noch eine große Gelegenheit, verpasste aus kurzer Distanz nach schönem Meier-Zuspiel aber knapp (85.).

Am Ende blieb es schließlich beim hochverdienten 3:1-Erfolg der Eintracht, die vor allem zeigte, dass sie auch gegen einen tief stehenden Gegner in der Lage ist, viele Chancen herauszuspielen. Am morgigen Montag steht für das Team von Thomas Schaaf dann die nächste Trainingseinheit an.

Aufstellung Frankfurt

Wiedwald – Kinsombi, Madlung, Anderson, Oczipka – Flum (46. Lanig) – Kadlec, Medojevic (46. Rosenthal), Piazon – Meier, Seferovic (71. Yaffa).