Alex Meier (r.) und Haris Seferovic erzielten in dieser Saison zusammen schon 15 Tore
Alex Meier (r.) und Haris Seferovic erzielten in dieser Saison zusammen schon 15 Tore
Bundesliga

Meier: "Ich bin der Normale, Haris der Verrückte"

Frankfurt - Mit zehn Treffern führt Alexander Meier von Eintracht Frankfurt die Torjägerliste der Bundesliga an. Dabei spielte er zu Beginn der Saison gar nicht regelmäßig. Im Interview spricht er über diese Phase, seine Tore und Sturmpartner Haris Seferovic.

"Ich übe Innenseitschüsse Tag für Tag"

Frage: Zehn Tore nach dem vierzehnten Spieltag, in der Torschützenliste liegen sie alleine vorn. Denken sie jetzt manchmal an die Torjägerkanone?

Alex Meier: Nein, wirklich nicht. Das ist und war nie ein Thema für mich. Ich bin ziemlich sicher, dass ein Spieler von Bayern München am Ende der Saison vorne steht.

Frage: Im Klub waren sie schon immer unumstritten, haben im Frühjahr ihren Vertrag um drei weitere Jahre verlängert. Beenden sie ihre Karriere bei der Eintracht?

Meier: Das kann gut sein, mir gefällt es einfach gut in Frankfurt, ich fühle mich wohl in dieser Stadt und diesem Verein. Und ich habe nicht vergessen, dass gerade ein Mann wie der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen auch in schweren Tagen immer zu mir gestanden hat.

Frage: Am Anfang der Saison ist es nicht so gut gelaufen, sie haben sogar zu Beginn mal auf der Bank gesessen. Was war da los?

Meier: Der Trainer war der Meinung, ich sei noch nicht so hundertprozentig fit. Ich habe das natürlich anders gesehen, aber es stimmt, dass ich gleich zu Beginn ein paar Knieprobleme hatte. Inzwischen läuft alles gut, ich spiele und der Trainer ist zufrieden mit mir.

Frage: Was ist möglich mit der Eintracht nach dem jüngsten Höhenflug mit drei Siegen in Folge?

Meier: Das ist die schwierigste Frage. Die Bayern kann niemand schlagen, auch Dortmund nicht, wenn die in Form sind. Aber bei allen anderen kann jeder im Grunde gegen jeden gewinnen. Das gilt auch für uns und deshalb ist die aktuelle Situation nur eine Momentaufnahme. Wir haben uns aber als Mannschaft gefunden und sind im Moment sicher sehr schwer zu schlagen. Wir sollten nicht über Tabellenplätze nachdenken, sondern uns einfach immer aufs nächste Spiel konzentrieren.

Aufgezeichnet von Peppi Schmitt