Hertha BSC darf weiter auf den Einzug ins Achtelfinale der Europa League hoffen. Das Tabellen-Schlusslicht der Bundesliga erkämpfte sich zum Auftakt der K.o.-Runde im Hinspiel gegen Benfica Lissabon ein 1:1 (1:1) und tankte nach einer ordentlichen Leistung wieder Selbstvertrauen.

Der Argentinier Angel di Maria (4.) brachte die Gäste nach einer sehenswerten Einzelleistung in Führung. Javi Garcia sorgte mit seinem Eigentor (33.) nach einer missglückten Flanke von Lukasz Piszczek für den Ausgleich und hielt die "Alte Dame" damit für das Rückspiel am kommenden Dienstag im Rennen. Die Portugiesen müssen im Europacup also auch nach dem 17. Gastspiel in Deutschland auf einen Sieg warten.

Benfica überrumpelt die Berliner

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und zeigten, dass sie zu Recht an der Tabellenspitze der heimischen Liga stehen. Der 31-malige Landesmeister zog ein variables Angriffsspiel auf, die Stürmer Javier Saviola und Oscar Cardozo wirbelten die Abwehr mächtig durcheinander.

Beim 1:0 nutzte Di Maria einen Stellungsfehler von Piszczek, steuerte scheinbar unbeirrt auf das Hertha-Tor zu und ließ Keeper Jaroslav Drobny keine Chance.

Nicu im Pech

Die Hausherren benötigten rund 20 Minuten, um sich vom Angriffswirbel der Gäste zu erholen. Die erste Chance besaß Maximilian Nicu, dessen Schuss von Benfica-Kapitän Luisao zur Ecke gelenkt wurde. Im weiteren Verlauf blieb das Spiel verteilt. In der 55. Minute traf Nicu dann aus nur fünf Metern nur den Pfosten.

Herthas Trainer Friedhelm Funkel hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (1:1) gleich auf mehreren Positionen umgestellt: In der Abwehr kam Steve von Bergen für Roman Hubnik zum Einsatz. Im Mittelfeld gehörten Patrick Ebert, Cicero und Nicu wieder zur Anfangsformation. Fabian Lustenberger und Florian Kringe blieben zunächst auf der Bank. Raffael rückte in den Sturm, dafür saß der griechische Nationalspieler Theofanis Gekas zunächst nur auf der Bank.