München - Was für ein Befreiungsschlag für den FC Augsburg. Dachte man nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg noch, dass die schwäbische Erfolgsserie ein Ende genommen hat, schlug der FCA an diesem Spieltag den Hamburger SV mit 1:0 und erarbeitete sich so ein Vier-Punkte-Polster auf die direkten Abstiegsplätze.

Der Sieg der Augsburger war vor allem das Ergebnis einer vorbildlichen kämpferischen Leistung. "Das war ein Spiel in eine Richtung. Wir haben mit Glück und Leidenschaft gewonnen", resümierte Cheftrainer Markus Weinzierl (Trainerstimmen). Der FCA erzielte nicht nur mit insgesamt 201 Sprints ligaweit an diesem Spieltag den bisherigen Bestwert, sondern legte auch mit 119 Kilometern eine deutlich längere Laufstrecke als der Gegner aus Hamburg hin (111,6 Kilometer). Fleißigster Akteur auf Seiten der Fuggerstädter war Dong-Won Ji mit einer Laufstrecke von 12,4 Kilometern.

Allerdings ist nicht nur beim FCA eine derartige Intensität zu beobachten: Auch der VfL Wolfsburg, die Düsseldorfer Fortuna, 1899 Hoffenheim und die SpVgg Greuther Fürth zeigten kämpferisch exzellente Leistungen. Es scheint, als würde der Abstiegskampf Flügel verleihen (XL-Galerie: Bilder des Spieltags).

Keine Flügel scheinen hingegen die Anwärter auf die Europa League zu haben, denn fast alle Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte ließen am Wochenende Federn.

Sahin is Back



Zum zweiten Mal stand Nuri Sahin seit seiner Rückkehr in der Startelf des BVB. Mit einer tollen Leistung meldete sich der Meisterschaftsheld von 2011 endgültig in der Bundesliga zurück. 5:1 gewonnen, ein Tor aufgelegt, zwei selber gemacht: Einen perfekteren Tag gibt es für einen Fußballer wohl kaum ().

Das 5:1 klingt deutlich, doch der SC Freiburg verkaufte sich in Dortmund durchaus teuer. Der BVB kam zunächst nicht wirklich ins Spiel und gerieten folgerichtig durch ein Tor des Freiburgers Jonathan Schmid mit 0:1 in Rückstand. Nach der Freiburger Führung zeigte der Deutsche Meister und Champions-League-Viertelfinalist dann aber seine ganze Klasse und stellte durch Robert Lewandowski und eben Nuri Sahin das Spiel kurz vor der Pause innerhalb nur weniger Minuten komplett auf den Kopf. Für Sahin war es der erste Doppelpack in seiner Bundesligakarriere, Lewandowski erzielte bereits im achten Spiel in Folge ein Tor - Vereinsrekord (Splitter ).

Durch den Sieg hielten die Dortmunder Bayer 04 Leverkusen auf Distanz und haben nun vier Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz drei. Der Rückstand auf den Tabellenführer FC Bayern beträgt zwar weiter 20 Punkte, doch es dürfte wohl das erste Mal seit langem sein, dass sich der BVB über einen Sieg des Rivalen freuen kann.

Sebastian Dirschl


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