München - Da waren es nur noch vier. Nach der Niederlage des HSV am vergangenen Sonntag hat sich die Zahl der Mannschaften, die absteigen können, halbiert. Mit dem VfB Stuttgart, dem Hamburger SV, dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig sind jetzt noch vier Teams in der Gefahrenzone. Die Schwaben haben die beste Ausgangslage am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker) den Klassenerhalt zu feiern - die Abstiegsduelle des 33. Spieltags im Überblick:

Mit einem Punkt wäre der VfB so gut wie gerettet. Die Schwaben haben neun Tore und fünf Zähler Vorsprung auf den HSV, der sowohl gegen den FC Bayern als auch in Mainz hoch gewinnen müsste. Trotzdem gibt Huub Stevens den Mahner: "Wenn wir auch nur einen Prozentpunkt nachlassen, dann wird es nichts", sagte der Coach. "Wir haben es noch immer nicht gepackt, müssen punkten und nicht nach den anderen schauen." Verzichten muss der Niederländer auf Rani Khedira. Fraglich sind die Einsätze von Daniel Schwaab (Fußreizung) und Martin Harnik (Schulter). Besonders beim Österreicher wird es "ganz eng". Arthur Boka kann nach muskulären Problemen gegen die Wölfe wieder mitwirken.

Wolfsburg kämpft noch um die Champions-League-Qualifikation. Der VfL steht auf Platz 5 und ist nur einen Punkt hinter Leverkusen, das in Frankfurt gefordert ist. Nach dem Remis zuhause gegen Freiburg fordert Coach Dieter Hecking drei Punkte. "Für uns geht es darum, die Ernte einzufahren nach einer langen Saison", betonte er. Eine große Hilfe wird Diego Benaglio sein. Die Nummer 1 im Tor hatte im Training im Finger keine Schmerzen mehr. Auch Luiz Gustavo kehrt nach seiner Gelb-Rot-Sperre auf den Rasen zurück. Verzichten muss Hecking auf Junior Malanda und Bas Dost.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen

Der HSV hat sich das Spiel der Bayern am Dienstag in der Champions League ganz genau angeschaut. "Natürlich sind wir bei Kontern nicht so gefährlich wie Real mit einem Ronaldo oder Bale, aber diese extreme Laufbereitschaft müssen wir auch an den Tag legen", sagte Trainer Mirko Slomka. "Wenn wir eine Sensation wollen, müssen wir alles aus uns herausholen." Die Fans stehen voll hinter dem Bundesliga-Dino. Zu den Trainingseinheiten kamen zahlreiche Anhänger und unterstützten die Spieler mit Gesängen. 

Dem HSV-Coach gehen aber die Stürmer aus. Jacques Zoua hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Ebenso fehlen weiterhin Pierre-Michel Lasogga und Maximilian Beister. Mattia Maggio spielt keine Rolle in den Planungen, da er in Augsburg nicht überzeugte. Nach seiner fünften Gelben Karte wird auch Tolgay Arslan nicht dabei sein. Zurück sind dagegen Heiko Westermann und Rafael van der Vaart. Besonders der Kapitän sprühe vor Ehrgeiz, bemerkte Slomka.

Den brauchen die Hamburger auch gegen die Münchner. Zwar ist die Stimmung bei den Bayern nach dem deutlichen Aus gegen Real Madrid getrübt, aber darin liegt auch eine Gefahr. Der Deutsche Meister ist auf Wiedergutmachung aus. "Wir müssen nach vorne schauen und untersuchen, was wir nicht gut gemacht haben", sagte Coach Pep Guardiola. Die letzten beiden Bundesliga-Spiele sollen als gute Vorbereitung auf das DFB-Pokalfinale genutzt werden. Rafinha fehlt weiterhin aufgrund seiner Rotsperre. Thiago, Holger Badstuber, Xherdan Shaqiri und Diego Contento befinden sich noch im Aufbautraining.

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Der "Club" präsentierte sich in Mainz besonders in der Offensive harmlos. Das muss sich gegen 96 ändern. "Wir werden nach vorne agieren, wir wollen drauf gehen", forderte FCN-Interimscoach Roger Prinzen. "Die Woche über war zu erkennen, dass die Mannschaft richtig brennt." Das Ziel ist klar: der Relegationsplatz muss her. Für diese Aufgabe stehen dem "Club" wieder Timothy Chandler und Per Nilsson zur Verfügung. Beide werden im Kader dabei sein. Zu früh kommt ein Einsatz für die Mittelfeldspieler Markus Feulner und Makoto Hasebe.

96 hat sich am vergangenen Wochenende gerettet. Trotzdem wird das Team von Tayfun Korkut in den letzten zwei Spielen noch mal alles geben. "Nur weil wir das Minimalziel Klassenerhalt erreicht haben, heißt das nicht, dass jetzt alles gut und erledigt ist", sagt Korkut. Mit zwei Siegen könne man mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen. Korkut muss aber auf jeden Fall auf Marcelo (Gelbsperre) und Andre Hoffmann (Rotsperre) verzichten. Zudem sind Markus Miller, Felipe, Mame Diouf und Artur Sobiech kein Thema. Hinter dem Einsatz von Hiroki Sakai (Knieprobleme) und Didier Ya Konan (Oberschenkelzerrung) stehen noch große Fragezeichen. Besonders bei Sakai werde man kein Risiko eingehen, sagte Korkut.

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Das Tabellenschlusslicht hat immer noch gute Chancen auf den Relegationsplatz. So eng war es unter den letzten Drei schon lange nicht mehr. Das gibt natürlich auch dem Aufsteiger aus Braunschweig Hoffnung. "Wir haben den Ehrgeiz, unser großes Ziel - die Relegation - zu erreichen", sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Der 40-Jährige weiß um die Konterstärke des FCA. Aber er weiß auch, dass sein Team den Abstiegskampf verinnerlicht hat und große Lust zeigt, die Niederlage vom vergangenen Samstag wettzumachen. Bis auf Omar Elabdellaoui wird Lieberknecht auf alle Spieler zurückgreifen können.

Die "Rekord-Augsburger" wollen sich noch die Chance auf Platz 7 - und somit Europa - offen halten. "Gelingt uns ein Sieg, würden wir uns wünschen, dass am letzten Spieltag rechnerisch noch die Chance auf Rang 7 besteht. Aber da sind wir von anderen Vereinen abhängig", blickte Weinzierl voraus. Das vorrangige Ziel ist jedoch, den aktuellen Tabellenrang zu verteidigen. "Schaffen wir es am Ende der Saison, auf Platz 8 zu stehen, spendiert die Mannschaft den Fans 1.000 Liter Freibier", versprach Kapitän Daniel Baier. Angeschlagen sind die Mittelfeldspieler Kevin Vogt und Andre Hahn, die sich mit muskulären Problemen herumschlagen. Sicher ausfallen werden Jan Moravek und Andreas Ottl mit ihren Verletzungen sowie Arkadiusz Milik, der nach seiner Risswunde am Knie die Fäden gezogen bekommt.

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Vorschau 33. Spieltag, Kampf um Europa