Zusammenfassung

  • Heynckes beendet seine Karriere.

  • Der FC Bayern feiert unter der Trainerlegende die Deutsche Meisterschaft - als eins der besten Teams der Bundesliga-Geschichte.

  • Das Double bleibt Heynckes am Ende verwehrt

München - Jupp Heynckes hat in der Bundesliga als Trainer von Gladbach, Bayern, Frankfurt, Schalke und Leverkusen 1190 Punkte in 668 Spielen geholt. Mehr verzeichnet historisch nur Otto Rehhagel, der in 830 Partien 1378 Zähler sammelte. Im Durchschnitt nimmt Heynckes also 1,78 Punkte pro Spiel mit. In seiner letzten Saison mit dem FC Bayern München waren es gar 2,58 Zähler pro Partie. Am Ende hievte der 73-Jährige die Meisterschale zum vierten Mal in seiner Karriere als Fußballlehrer.

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Als Heynckes den FC Bayern zum 8. Spieltag übernahm, betrug der Rückstand auf Tabellenführer Dortmund bereits fünf Punkte. "Ich bin zuversichtlich, dass wir wieder die Erfolgsspur aufnehmen werden", sagte der Rückkehrer damals. Ein Ziel für die Spielzeit wollte Heynckes Anfang Oktober aber nicht ausgeben, wusste er doch um die Schwere seiner Aufgabe. "Man kann nur Kraft aus der Ruhe schöpfen."

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"Mammutaufgabe" gemeistert

Und Kraft schöpfte Heynckes - mal mehr, mal weniger ruhig am Seitenrand. Nach dem 34. Spieltag betrug der Vorsprung auf den Zweiten Schalke satte 21 Zähler. Der FCB bejubelte den Bundesliga-Titel, als viertbeste Mannschaft der Historie. Dass es in der Rangliste der Besten der Besten nicht für Platz eins reichte, verkraftet Heynckes sicher problemlos: Schließlich war er es auch, der 2012/13 mit den Bayern - bei seinem ersten verkündeten Karriereende - die beste Bilanz der Geschichte aufwies; sowohl die 91 Punkte als auch die Tordifferenz von +80 sind unübertroffen.

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Was Heynckes 2017/18 gelang, muss allerdings auch anders betrachtet werden als die bis heute einzige Triple-Saison der Münchner. Er nahm sich des Clubs in einer schweren Situation an - und meisterte die selbsternannte "Mammutaufgabe" mit Bravour: "Es war wahnsinnig arbeitsintensiv, ein Rund-um-die-Uhr-Job." Für das Double reichte es am Ende nicht, denn die Bayern unterlagen Eintracht Frankfurt im Pokalfinale mit 1:3. Mit vier Deutschen Meisterschaften, zwei Champions-League-Titeln, einem UEFA-Cup-Sieg und einem DFB-Pokal hat Jupp Heynckes verabschiedet sich trotzdem einer der größten Deutschen Trainer aller Zeiten von der großen Fußballbühne.

Video: Das Team der Saison 2017/18