Zusammenfassung

  • Trainer Ralph Hasenhüttl schickt gegen Hannover die jüngste Startelf der Bundesliga-Saison auf den Platz.

  • Zum dritten Mal in dieser Saison dreht der Vizemeister einen Rückstand.

  • Qualität von der Bank macht den Unterschied gegen 96.

Köln - Als der vierte Offizielle in der 91. Minute seine Tafel in die Höhe hielt und die Nummer 11 rot aufleuchtete, erhob sich das ganze Stadion und spendete frenetischen Applaus. Der Nationalstürmer war der Hauptdarsteller beim harterkämpften 2:1-Erfolg von RB Leipzig gegen Hannover 96. Dabei tat sich Leipzig über weite Strecken schwer, zeigte aber zum wiederholten Male in dieser Saison Nehmerqualitäten und erzwang am Ende das Glück.

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Auch wenn die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl sich durch den Sieg nicht ganz nach oben schieben konnte, ist Leipzig in einer Statistik in dieser Saison trotzdem schon an der Spitze. Gegen Hannover drehte RB bereits zum dritten Mal in dieser Saison einen Rückstand. Zuvor war dies Keita, Werner und Co. schon in Dortmund und gegen Freiburg gelungen.

Video: Leipzig dreht in Dortmund auf

Impulse von der Bank

Das zeugt zum einen vom unbedingten Willen, den der Vizemeister in jedem Spiel auf den Platz bringt, belegt aber auch die große Qualität im Kader. Gegen ein starkes Hannover benötigten die Sachsen einen Impuls von der Bank. Erst nachdem Emil Forsberg und Naby Keita im Spiel waren, drehte RB richtig auf.

Forsberg hebelte zunächst mit einem Traumpass auf Timo Werner die gesamte 96-Defensive aus. Der Nationalstürmer bediente wiederum Poulsen mustergültig. Noch Spektakulärer dann das Siegtor: Mit einer eingesprungenen Grätsche legte Forsberg einen weiten Ball von Demme volley auf Werner ab, der aus kurzer Distanz die Nerven behielt.

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Diese Mischung aus technischer Finesse und unbändigem Willen, die Forsberg bei seinem Assist an den Tat legte, steht sinnbildlich für den Leipziger Weg in dieser Saison. "Es war großartig, was wir heute geleistet haben. Wir haben Herz gezeigt, den Rückstand gedreht und uns belohnt", geriet Peter Gulacsi nach der Partie regelrecht ins Schwärmen.

Timo Werner drehte das Spiel gegen Hannover mit der Vorlage zum 1:1 und dem Treffer zum 2:1
Timo Werner drehte das Spiel gegen Hannover mit der Vorlage zum 1:1 und dem Treffer zum 2:1 © imago

Jüngste Startelf der Bundesliga

Mit dieser Einstellung ist dem Vorjahreszweiten in dieser Saison wieder einiges zuzutrauen. Zumal die junge Mannschaft im Laufe der Saison eher stärker als schwächer werden dürfte. Mit einem Altersschnitt von 22,8 Jahren schickte Ralph Hasenhüttl gegen Hannover die jüngste Startelf der gesamten Bundesliga-Saison ins Rennen. Für Leipzig war es sogar die jüngste seit dem Aufstieg in die 3. Liga. Wohin die Reise für Leipzigs junge Wilde in dieser Saison geht, werden die nächsten Monate zeigen. Aber eines ist jetzt schon klar: Die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl wird sich auch von Rückständen nicht aus der Bahn werfen lassen.