Gelsenkirchen - Dem Remis ihrer Mannschaften konnten sowohl Andre Breitenreiter als auch Ralph Hasenhüttl etwas Gutes abgewinnen. Die Stimmen zum Spiel FC Schalke 04 - FC Ingolstadt 04.

André Breitenreiter (Trainer FC Schalke 04): "Wir waren in der ersten Halbzeit zu pomadig, zu langsam im Passspiel. Wir sind durch die einzige Torchance im gesamten Spiel in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit waren wir dominanter und haben den Gegner unter Druck gesetzt, aber nicht so viele Chancen herausgespielt. Trotzdem war die Moral gut. Wir dürfen uns nicht der Realität verschließen. Unser Kader ist nicht so breit aufgestellt wie bei Bayern, Dortmund, Gladbach, Wolfsburg und Leverkusen."

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt 04): "Wir haben nach zwei Niederlagen die richtigen Mittel gewählt, um hier etwas mitzunehmen. Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel, in der zweiten haben wir die Konter nicht gut ausgespielt und es nicht mehr geschafft, uns zu befreien. Das Tor lag in der Luft, wir konnten es nicht verhindern. Ich hätte die drei Punkte auch mitgenommen, aber der eine ist schon überragend."

"Der letzte Biss hat gefehlt"

Leroy Sané (Spieler FC Schalke 04): "Wir wussten, dass Ingolstadt auswärts sehr stark ist. In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Wir hatten zwar ein paar Chancen, aber da hat der letzte Biss gefehlt, um die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen und unbedingt ein Tor zu erzielen. In der zweiten Hälfte haben wir es dann viel besser gemacht. Der Trainer hat gesagt, dass wir bissiger sein müssen. Das haben wir dann auch umgesetzt. Mein Tor hat Eric Maxim Choupo-Moting sehr gut vorbereitet. Er hat erst den Gegenspieler ausgespielt und dann eine gute Flanke hereingebracht. Ich musste eigentlich nur noch den Kopf hinhalten."

Joel Matip (Spieler FC Schalke 04): "Wir haben uns natürlich mehr erhofft. Wenn man dann allerdings mit 0:1 in Rückstand gerät, wird es gegen eine so tief formierte Abwehr sehr schwierig. Ingolstadt hat sehr gut verteidigt. Deswegen müssen wir mit dem einen Punkt leben. Es ist für keine Mannschaft einfach, wenn man immer wieder gegen so eine massive Abwehr anrennt. Dann ist es schwierig, Lösungen zu finden. Wir haben dennoch zumindest den einen Treffer erzwungen. An die Leistung der zweiten Hälfte müssen wir jetzt in den kommenden Wochen anknüpfen."

Benedikt Höwedes (Spieler FC Schalke 04): "In der ersten Halbzeit haben wir fast einen Rückfall in alte Zeiten gehabt und ein wenig den letzten Willen, den letzten Biss und die Leidenschaft vermissen lassen. Ingolstadt hat dann ein glückliches Tor erzielt. Wir haben in der Halbzeit eine klare Ansprache bekommen, in der der Trainer alles ganz sachlich und nüchtern auf den Punkt gebracht hat. Wir sind dann deutlich besser aus der Kabine gekommen, haben den Ball schneller laufen lassen und uns bessere Möglichkeiten herausgespielt. Es ist natürlich schade, dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben."